17 June 2026, 19:22

82.000 Euro Strafe: Cannabis-Züchter manipulierte Stromzähler und verliert Prozess

Marihuana-Anbau

82.000 Euro Strafe: Cannabis-Züchter manipulierte Stromzähler und verliert Prozess

Ein Gericht hat einen Mann zur Zahlung von über 82.000 Euro verurteilt, weil er Stromzähler manipuliert hatte, während er eine Cannabis-Plantage betrieb. Das Urteil folgt auf seine Verurteilung wegen Drogenanbaus und einen Streit über nicht erfassten Energieverbrauch.

Der Angeklagte hatte ein Haus gemietet und von Sommer 2019 bis Sommer 2021 Cannabis angebaut. Um den hohen Stromverbrauch seiner Anlage zu verschleiern, manipulierte er das Messsystem. Seine Einrichtung erstreckte sich schließlich auf fast jeden Raum, verbrauchte 28.900 Watt Leistung und rund 320.000 Kilowattstunden in zwei Jahren.

Im Juni 2021 wurde der Mann festgenommen und später wegen Cannabisanbaus zu drei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Der Kläger, sein Vermieter, forderte eine Nachzahlung für den nicht erfassten Strom und schätzte die Kosten auf 94.000 Euro. Der Angeklagte räumte lediglich eine Schuld von 12.000 Euro ein – basierend auf seiner eigenen, deutlich niedrigeren Berechnung.

Das Oberlandesgericht entschied zugunsten des Klägers und bestätigte die Entschädigung für den manipulierten Verbrauch. Das Landgericht sprach anschließend weitere 38.000 Euro zu, sodass sich die Gesamtsumme auf knapp über 82.000 Euro belief. Darin enthalten ist eine vertragliche Strafe für die vorsätzliche Umgehung des Messsystems. Der Angeklagte kann das Urteil noch anfechten, indem er eine Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof einreicht.

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Die Entscheidung des Gerichts umfasst sowohl die ausstehenden Energiekosten als auch die vertragliche Strafe. Neben seiner Haftstrafe droht dem Mann damit eine erhebliche finanzielle Belastung. Zudem bestätigt das Urteil das Recht des Vermieters auf Schadensersatz für die manipulierten Zähler.

Quelle