ABC stoppt Die Bachelorette nach Gewaltvorwürfen gegen Hauptdarstellerin
Philipp MeyerABC stoppt Die Bachelorette nach Gewaltvorwürfen gegen Hauptdarstellerin
ABC stellt Staffel 22 von Die Bachelorette nach Vorwürfen häuslicher Gewalt ein
Der US-Sender ABC hat die 22. Staffel von Die Bachelorette abgesagt, nachdem gegen die Protagonistin Taylor Frankie Paul schwere Vorwürfe wegen häuslicher Gewalt erhoben wurden. Die Entscheidung folgt Berichten über Misshandlungen und Drohungen durch ihren Ex-Partner Dakota Mortensen. Gleichzeitig kämpft das Format mit größeren Problemen, darunter sinkende Einschaltquoten und öffentliche Kritik.
Die Absage erfolgte nach einem angeblichen Vorfall häuslicher Gewalt zwischen Paul und Mortensen. Auch die Dreharbeiten für die Show The Secret Lives of Mormon Wives, in der Paul mitwirkt, wurden gestoppt. ABC erklärte daraufhin seine Unterstützung für Paul, während sie sich auf die Sicherheit ihrer Familie konzentriert und rechtliche Schritte prüft.
Das Bachelor-Franchise steckt seit Jahren in der Krise. In Deutschland brachen die Quoten der RTL-Adaption von 3–4 Millionen Zuschauern im Jahr 2020 auf unter 2 Millionen bis 2025 ein. Gleichzeitig mehrte sich in sozialen Medien Kritik an toxischer Männlichkeit, Oberflächlichkeit und inszeniertem Drama – Plattformen wie TikTok und X (ehemals Twitter) befeuerten Gerüchte über eine Einstellung der Sendung. Sponsoren zogen sich im Zuge der #MeToo-Debatte zurück, während Streamingdienste wie Netflix die Konkurrenz verschärften.
Trotz des Rückschlags glaubt der ehemalige Kandidat Joe Amabile an die Zukunft des Formats. Er spekuliert, dass stattdessen Der Bachelor zurückkehren könnte. Unterdessen wurde die ikonische Bachelor-Villa kürzlich renoviert – die Arbeiten wurden in der HGTV-Sendung Bachelor Mansion Takeover dokumentiert.
Die Einstellung von Pauls Staffel markiert einen Wendepunkt für Die Bachelorette. ABCs Betonung ihrer Sicherheit unterstreicht die Schwere der Vorwürfe. Mit anhängigen Rechtsverfahren und unsicherer Zukunft des Franchise bleibt die Sendung weiter unter Beobachtung.






