Abriss der maroden Häuser in Frankfurts Nordend beginnt am 16. Februar
Emma SchmidtAbriss der maroden Häuser in Frankfurts Nordend beginnt am 16. Februar
Abbruch der langjährig leerstehenden Häuser in der Oeder Weg 74–78 in Frankfurts Nordend beginnt am 16. Februar
Am Montag, dem 16. Februar, starten die Abrissarbeiten an den seit Jahren verlassenen Gebäuden in der Oeder Weg 74–78 im Frankfurter Stadtteil Nordend. Die Immobilien standen wegen schwerwiegender statischer Mängel, die erstmals 2016 festgestellt wurden, jahrelang leer. Nach einem jüngeren Eigentümerwechsel soll das Gelände nun neu bebaut werden.
Erste Anzeichen für gravierende Bauschäden traten bereits 2016 zutage. Bis 2018 hatten alle Mieter die Häuser verlassen. Ein Gutachten ergab später, dass die durchhängenden Decken aus Magerbeton bestanden – einem minderwertigen Baumaterial, das in den 1950er-Jahren häufig verwendet wurde. Diese Erkenntnisse bildeten die Grundlage für die Abrissgenehmigung.
Bis zum Sommer 2025 gehörte das Grundstück der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL). Im August desselben Jahres erwarb die Aberdeen Investments Deutschland die Liegenschaft. Geplant ist nun der Bau eines neuen Wohngebäudes mit 34 Wohnungen, dessen Fertigstellung bis Ende 2027 erwartet wird.
Die Entscheidung steht unter politischer Beobachtung: Die Partei Die Linke fordert einen Untersuchungsausschuss, der sich mit den Abriss- und Baugenehmigungen befassen soll. Zudem sind in ausgewählten Wohnungen anderer ehemaliger VBL-Immobilien Probebohrungen vorgesehen, um ähnliche Baumängel auszuschließen.
Mit dem Abriss endet eine lange Phase des Leerstands. Bis Ende 2027 soll an gleicher Stelle ein neues Wohngebäude entstehen. Zudem werden andere, ehemals im Besitz der VBL stehende Gebäude überprüft, um künftig vergleichbare Risiken zu vermeiden.
