Abschied am Gorki: Shermin Langhoffs Ära endet mit Musik und Emotionen
Philipp MeyerAbschied am Gorki: Shermin Langhoffs Ära endet mit Musik und Emotionen
Am Maxim-Gorki-Theater hat ein Abschiedsabend begonnen, der den Wechsel in der künstlerischen Leitung markiert. Das historische Haus, bekannt für seine kontrastreiche Atmosphäre, war Schauplatz eines Abends voller Auftritte und Reflexionen. Gäste versammelten sich, um das Vermächtnis der scheidenden Intendantin Shermin Langhoff zu feiern.
Die Veranstaltung eröffnete Via Jikeli mit dem Lied „Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen“ aus Christian Weises „Der Untertan“. Später sang Jonas Dassler den „Fledermaus-Aussterbe-Song“ in dem fast leeren Saal. Nach dem unter dem Titel „Lieder aus den letzten Jahren“ stehenden Konzert zogen die Besucher weiter in eine Bar in Neukölln, wo die Feier fortgesetzt wurde.
Shermin Langhoff verzichtete auf eine lange Rede und bedankte sich stattdessen in wenigen Worten. Cem Özdemir, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, hielt eine Ehrungrede für sie. Der Abend machte zudem deutlich, wie das postmigrantische Theater zu einem festen Bestandteil der deutschen Kulturlandschaft geworden ist.
Anderswo in der Stadt wurde unterdessen in der Kneipe an der Torstraße nahe dem Prassnik weiterhin das hauseigene Bier ausgeschenkt. Trotz aller Veränderungen, die Berlin und seine Bewohner durchlaufen, gibt es Orte wie das Schilling, die noch immer vertraute Farben, Gerüche und Stimmen bieten.
Der Abschied markierte das Ende einer Ära für das Gorki. Mit Aufführungen, Reden und einer lebhaften After-Show-Party wurde Shermin Langhoffs Zeit als Intendantin gewürdigt. Die Veranstaltung unterstrich die Bedeutung des Theaters für die moderne deutsche Kultur.






