09 May 2026, 04:12

Alabali-Radovan lehnt Abschiebedebatten ab: "Syrer engagieren sich längst"

Gruppe von Menschen, die einen Schotterweg entlanggehen, einige tragen Taschen, eine Person sitzt in einem von einem Pferd gezogenen Wagen, begleitet von einem Hund; Häuser und klarer Himmel im Hintergrund; Text unten lautet "Deutsche Flüchtlinge in Deutschland."

Alabali-Radovan lehnt Abschiebedebatten ab: "Syrer engagieren sich längst"

Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan positioniert sich gegen Debatten über Abschiebungen von Syrern

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Anlässlich einer Veranstaltung zum Jubiläum der Plattform „Neuer Aufbruch für Syrien“ hat sich Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan gegen die zunehmenden Forderungen nach Abschiebungen syrischer Geflüchteter ausgesprochen. Sie kritisierte dabei insbesondere die Rufe nach Zwangsrückführungen. Viele der anwesenden Gäste betonten zudem ihren langjährigen Einsatz für den Wiederaufbau Syriens sowie ihre tiefen Verbindungen zur deutschen Gesellschaft.

Alabali-Radovan zeigte sich sichtlich verärgert über die Behauptung, Syrer müssten nun endlich beim Wiederaufbau ihres Heimatlandes mithelfen. Tatsächlich engagierten sich viele von ihnen schon seit Langem – und zwar ganz konkret und erfolgreich, so die Ministerin. Sie warnte davor, dass Diskussionen über Zwangsrückführungen unnötige Verunsicherung schürten.

Gleichzeitig unterstrich sie die Bedeutung dieser Menschen für Deutschland selbst. Ihre Fähigkeiten und Erfahrungen sollten stärker in die Entwicklungszusammenarbeit des Landes eingebunden werden, argumentierte sie. Die Veranstaltung brachte Syrer zusammen, die seit Jahren am Wiederaufbau arbeiten und zugleich in Deutschland ein neues Leben aufgebaut haben.

Die Äußerungen der Ministerin sind Teil einer breiteren Initiative, die Rolle von Diaspora-Gemeinschaften stärker anzuerkennen. Geplant ist, ihr Fachwissen künftig enger in die internationale Entwicklungsarbeit Deutschlands einzubinden. Der Fokus liegt derzeit darauf, jene zu unterstützen, die bereits aktiv sind – sowohl in Syrien als auch innerhalb der deutschen Gesellschaft.

Quelle