Alabali-Radovan lehnt Abschiebedebatten ab: "Syrer engagieren sich längst"
Philipp MeyerAlabali-Radovan lehnt Abschiebedebatten ab: "Syrer engagieren sich längst"
Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan positioniert sich gegen Debatten über Abschiebungen von Syrern
Anlässlich einer Veranstaltung zum Jubiläum der Plattform „Neuer Aufbruch für Syrien“ hat sich Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan gegen die zunehmenden Forderungen nach Abschiebungen syrischer Geflüchteter ausgesprochen. Sie kritisierte dabei insbesondere die Rufe nach Zwangsrückführungen. Viele der anwesenden Gäste betonten zudem ihren langjährigen Einsatz für den Wiederaufbau Syriens sowie ihre tiefen Verbindungen zur deutschen Gesellschaft.
Alabali-Radovan zeigte sich sichtlich verärgert über die Behauptung, Syrer müssten nun endlich beim Wiederaufbau ihres Heimatlandes mithelfen. Tatsächlich engagierten sich viele von ihnen schon seit Langem – und zwar ganz konkret und erfolgreich, so die Ministerin. Sie warnte davor, dass Diskussionen über Zwangsrückführungen unnötige Verunsicherung schürten.
Gleichzeitig unterstrich sie die Bedeutung dieser Menschen für Deutschland selbst. Ihre Fähigkeiten und Erfahrungen sollten stärker in die Entwicklungszusammenarbeit des Landes eingebunden werden, argumentierte sie. Die Veranstaltung brachte Syrer zusammen, die seit Jahren am Wiederaufbau arbeiten und zugleich in Deutschland ein neues Leben aufgebaut haben.
Die Äußerungen der Ministerin sind Teil einer breiteren Initiative, die Rolle von Diaspora-Gemeinschaften stärker anzuerkennen. Geplant ist, ihr Fachwissen künftig enger in die internationale Entwicklungsarbeit Deutschlands einzubinden. Der Fokus liegt derzeit darauf, jene zu unterstützen, die bereits aktiv sind – sowohl in Syrien als auch innerhalb der deutschen Gesellschaft.






