Aumovio erwartet 2024 erneut sinkende Umsätze und schrumpfende Margen
Aumovio warnt vor einem weiteren schwierigen Jahr – Kostenabbau und Umstrukturierung gehen weiter
Aumovio hat vor einem weiteren herausfordernden Jahr gewarnt, während das Unternehmen weiterhin Kosten senkt und seine Geschäftsbereiche umstrukturiert. 2023 verbuchte der Konzern einen Nettoverlust von 655 Millionen Euro, der vor allem auf Umstrukturierungskosten und die Ausgliederung der Continental-Sparte zurückzuführen ist.
Für 2024 rechnet die Unternehmensführung mit einem weiteren Rückgang der Umsätze, während auch das bereinigte Ergebnis unter Druck gerät. Der Automobilzulieferer prognostiziert nun einen bereinigten Umsatz zwischen 17,0 und 18,5 Milliarden Euro für das laufende Jahr. Dieser Rückgang steht im Zusammenhang mit einer breiteren Verlangsamung der globalen Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen, die sich negativ auf die Nachfrage in allen Unternehmensbereichen auswirkt.
Auch die operativen Gewinnmargen könnten schrumpfen. Die bereinigte EBIT-Marge wird auf 3,5 bis 5,0 Prozent geschätzt – möglicherweise niedriger als im Vorjahr.
Um die Kosten weiter zu senken, treibt Aumovio die bereits angekündigten Werksschließungen voran. Zudem werden bis Ende 2025 zusätzlich 3.000 Stellen in Forschung und Entwicklung abgebaut, nachdem bereits im Januar 4.000 Stellenstreichungen bekannt gegeben worden waren.
Bisher hat der Nahostkonflikt zwar keine größeren Lieferkettenprobleme verursacht, das Unternehmen warnt jedoch vor möglichen Verzögerungen. Die Aktionäre müssen unterdessen 2024 ohne Dividende auskommen. Eine überarbeitete Kapitalverwendungsstrategie – möglicherweise inklusive Dividendenzahlungen – soll allerdings in der zweiten Jahreshälfte vorgestellt werden, mit potenziellen Ausschüttungen ab 2025.
Die finanzielle Perspektive von Aumovio bleibt anspruchsvoll: Umsätze und Margen werden 2024 voraussichtlich sinken. Das Unternehmen setzt auf Kostensenkungsmaßnahmen und Restrukturierungen, um die Geschäfte zu stabilisieren.
Anleger müssen sich bis später in diesem Jahr gedulden, wenn Details zu einem überarbeiteten Kapitalverwendungsplan bekannt gegeben werden, der ab 2025 wieder Dividenden vorsehen könnte.






