Baden-Württemberg fördert sieben freie Theater mit 243.000 Euro für innovative Projekte
Mia SchmitzBaden-Württemberg fördert sieben freie Theater mit 243.000 Euro für innovative Projekte
Baden-Württemberg fördert sieben freie Theater im Land mit insgesamt rund 243.000 Euro. Zu den ausgewählten Spielstätten, darunter drei Puppentheater, gehören Häuser in Rottenburg, Offenburg, Rottweil, Freiburg, Schorndorf und Stuttgart. Jedes Projekt erhält 2024 bis zu 40.000 Euro. Arne Braun, Staatssekretär für Kunst und Kultur, betonte die Bedeutung dieser Theater bei der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Herausforderungen wie Spaltung und Demokratiefragen.
Besonders hervorzuheben ist das Stuttgarter Materialtheater, das für zwei Jahre eine konzeptionelle Förderung erhält. Die Auswahl der geförderten Projekte erfolgte durch eine unabhängige Jury nach strengen Kriterien: Antragstellende müssen mindestens zwei Jahre professionell gearbeitet haben, ihren Lebensunterhalt hauptsächlich aus der freiberuflichen darstellenden Kunst bestreiten und Projekte vorweisen, die in Baden-Württemberg öffentlich zur Probe oder Premiere gebracht werden.
Innovation steht im Mittelpunkt – insbesondere in der kulturellen Bildung. Geförderte Vorhaben sollen gezielt Gruppen wie Kindern und Jugendlichen mit eingeschränktem Zugang zu Kunst und Kultur Angebote machen. Die Mindestfördersumme liegt bei 2.000 Euro, die Höchstgrenze wurde in diesem Jahr auf 40.000 Euro pro Projekt angehoben. Seit 1997 unterstützt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst freie Tanz- und Theaterinitiativen, um kreatives Schaffen zu sichern, das sonst oft kaum überlebensfähig wäre.
Braun unterstrich, dass eine lebendige Theaterszene den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt und die öffentliche Debatte bereichert. Die jährlich ausgewählten Projekte spiegeln das Engagement des Landes wider, künstlerische Vielfalt und Zugänglichkeit zu erhalten. Die 243.000 Euro ermöglichen es den sieben geförderten Theatern, neue Produktionen und Vermittlungsformate zu entwickeln. Mit der erhöhten Förderobergrenze von 40.000 Euro soll die unabhängige Kunst- und Theaterszene in Baden-Württemberg nachhaltig gestärkt werden – damit innovative, gesellschaftlich relevante Aufführungen ein breiteres Publikum in der gesamten Region erreichen.






