Baden-Württemberg setzt auf Resilienz und Innovation für mehr Sicherheit

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Ein Buchumschlag mit Armee-Panzern und Jeeps in einer KriegsSzene mit Text ├╝ber der Illustration.

Baden-Württemberg setzt auf Resilienz und Innovation für mehr Sicherheit

Baden-Württemberg will seine Rolle in Deutschlands Verteidigungs- und Sicherheitssektor ausbauen

Im Mai 2025 hat die Landesregierung zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen Forschung, Industrie und Militär aufgerufen. Beamte betonten die Notwendigkeit größerer Resilienz und Innovationskraft, um neuen Bedrohungen wie Cyberrisiken und Störungen durch aufstrebende Technologien zu begegnen.

Die Initiative fällt in eine Zeit, in der Europa nach mehr militärischer Eigenständigkeit strebt – und Baden-Württemberg sich als zentraler Akteur positioniert. Bereits jetzt leisten Forschungseinrichtungen wie das Fraunhofer IOSB und das KIT-INE wichtige Beiträge zur Sicherheit, etwa in den Bereichen nukleare Sicherheit und Optronik.

Am 8. Mai 2025 startete das Land einen neuen Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen im Rahmen seines Innovationsprogramms Invest BW, der sich an Akteure aus dem Sicherheits- und Verteidigungsbereich richtet. Ziel ist es, Vorhaben zu fördern, die die Lücken zwischen Industrie, Wissenschaft und den Streitkräften schließen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann unterstrich die Bedeutung des Aufbaus defensiver Fähigkeiten, um künftige Konflikte zu vermeiden. Ein starkes Europa, so sein Argument, müsse sich auf Regionen wie Baden-Württemberg stützen, um die Abhängigkeit von externer militärischer Unterstützung zu verringern.

Innenminister Thomas Strobl unterstützte diese Haltung und forderte mehr Resilienz in Wirtschaft, staatlicher Infrastruktur und Gesellschaft. Sein Fokus lag darauf, Systeme so zu stärken, dass sie Störungen standhalten und sich schnell davon erholen können. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut wiederum plädierte für eine bessere Abstimmung zwischen den Partnern im Sicherheitssektor. Sie betonte, dass die Bündelung von Fachwissen dabei helfe, die Herausforderungen durch Technologien wie Quantencomputing und künstliche Intelligenz zu meistern.

Wissenschaftsministerin Petra Olschowski verband Innovation direkt mit demokratischer Stabilität. Sie argumentierte, dass Spitzenforschung in Bereichen wie Ethik, Cybersicherheit und strategische Planung – Schwerpunkte von Einrichtungen wie dem Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Universität Tübingen und der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg (HfPolBW) – die Gesellschaft widerstandsfähiger gegen sich wandelnde Bedrohungen mache. Auch die Luft- und Raumfahrtindustrie, ein weiterer mit der Verteidigung eng verbundener Sektor, wurde einbezogen, um mögliche Synergien auszuloten.

Eine Delegation des Technologie- und Logistikzentrums (TLK) besuchte am 20. Mai 2025 das KIT-INE in Karlsruhe, doch bleiben Details zu konkreten Einladungen oder von der Regierung geführten Gesprächen unklar. Öffentliche Unterlagen geben keine Auskunft darüber, welche Forscher oder Industrievertreter offiziell vom Land zur Teilnahme an der Mai-Initiative eingeladen wurden.

Die Bemühungen des Landes konzentrieren sich auf konkrete Schritte: Förderung über Invest BW, branchenübergreifenden Dialog und die Nutzung bestehender Forschungsstärken. Baden-Württembergs breite technologische Basis und die wachsende Startup-Szene im Verteidigungsbereich bilden das Fundament für diese Pläne. Nun geht es darum, aus Diskussionen Taten werden zu lassen – mit Resilienz und Innovation als zentrale Prioritäten.

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