Bayreuther Festspiele holen abgesagte Wagner-Debatte mit Michel Friedman nach
Niklas BrandtBayreuther Festspiele holen abgesagte Wagner-Debatte mit Michel Friedman nach
Eine Gedenkveranstaltung im Rahmen der Bayreuther Festspiele wurde nach ihrer ursprünglichen Absage neu terminiert. Die Veranstaltung sollte das 150-jährige Jubiläum des Festivals würdigen. Der Journalist Michel Friedman war ursprünglich eingeladen worden, um über Richard Wagners Antisemitismus und die NS-Verstrickungen der Familie zu sprechen.
Die Veranstaltung war im Juni aus Sicherheitsbedenken abgesagt worden. Katharina Wagner, die Urenkelin Richard Wagners, entschuldigte sich später in einem Brief und einem Telefonat bei Friedman. Dies berichtete die Süddeutsche Zeitung.
Friedman nahm die Entschuldigung an und sagte zu, den Vortrag in Bayreuth zu halten. Wagner versprach zudem, das Konzert nachzuholen und die Einnahmen für Stipendien junger israelischer Musiker zu spenden. Die musikalische Leitung der neu terminierten Veranstaltung steht aufgrund von Terminüberschneidungen mit dem ursprünglichen Dirigenten noch nicht fest.
Der Titel des Vortrags könnte vor der Durchführung noch geändert werden. Friedmans Teilnahme steht nach der Entschuldigung nun fest. Die Spende an israelische Musiker wird wie geplant umgesetzt.






