20 March 2026, 14:13

Bechtle wächst 2025 stabil – doch 2026 bleibt ungewiss durch Chipknappheit und Marktvolatilität

Nahaufnahme einer Computermotherboard mit einem Speicherchip, der mit Text beschriftet ist und auf einer weißen Oberfläche liegt.

Knappheit von Speicherchips behindert Bechtles Pläne für 2026 - Bechtle wächst 2025 stabil – doch 2026 bleibt ungewiss durch Chipknappheit und Marktvolatilität

Bechtle verzeichnet 2025 stetiges Wachstum – doch die Aussichten für 2026 bleiben verhalten

Bechtle hat für das Jahr 2025 ein kontinuierliches Wachstum gemeldet: Das Gesamtgeschäftsvolumen stieg um über 8 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro. Dennoch zeigt sich das Unternehmen angesichts der anhaltenden Volatilität auf dem Speichermarkt zurückhaltend bei der Prognose für 2026.

Im vergangenen Jahr erhöhte Bechtle seinen Umsatz um knapp 2 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro, während der Gewinn vor Steuern um 6 Prozent auf 324,2 Millionen Euro sank. Das Unternehmen, das Behörden und gewerbliche Kunden mit PCs und Netzwerkhardware beliefert, hatte mit schwankenden Chip-Lieferungen zu kämpfen.

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Der Speichermarkt erlebte in den letzten Jahren starke Schwankungen. Während der COVID-19-Pandemie stieg die Nachfrage rasant an, getrieben durch den Boom bei PCs, Smartphones und Servern. Doch 2022 und 2023 führte ein Überangebot zu einem Einbruch. Seit 2024 hat sich der Sektor jedoch kräftig erholt – vor allem dank KI-Rechenzentren und generativer KI-Modelle. Hochleistungs-Arbeitsspeicher (HBM) für KI-Grafikprozessoren wie NVIDIAs Hopper- und Blackwell-Chips sowie Smartphone-Upgrades mit KI-Funktionen befeuern diese Entwicklung. Geopolitische Spannungen, darunter Handelsrestriktionen zwischen den USA und China sowie Taiwans dominierende, aber erdbebengefährdete Rolle in der Chipproduktion, prägen den Markt zusätzlich.

Trotz dieser Herausforderungen sieht sich Bechtle gut aufgestellt, um von künftigen Chancen zu profitieren. Bis 2030 – idealerweise früher – strebt das Unternehmen ein Gesamtgeschäftsvolumen von mindestens 10 Milliarden Euro an. Für 2026 rechnet es jedoch nur mit einem moderaten Wachstum von Umsatz und Vorsteuerergebnis im Bereich von 0 bis 5 Prozent.

Bechtles Vorstandsvorsitzender Thomas Olemotz zeigt sich bei den Gewinnprognosen für 2026 zurückhaltend. Knappe Chip-Vorräte und steigende Preise – ausgelöst durch den Ausbau von Rechenzentren und KI-Infrastruktur – sorgen weiterhin für Unsicherheit. Die langfristigen Wachstumspläne bleiben zwar bestehen, doch die kurzfristigen Erwartungen werden durch die Marktlage gedämpft.

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