Benedikt Böhm kehrt an den Shishapangma zurück – zehn Jahre nach dem tödlichen Lawinenunglück
Niklas BrandtWeltrekorde in Lebensgefahr - Benedikt Böhm kehrt an den Shishapangma zurück – zehn Jahre nach dem tödlichen Lawinenunglück
2025 wird der Extrembergsteiger Benedikt Böhm an den Shishapangma zurückkehren – den Schauplatz eines tragischen Unglücks, bei dem sein Bergkamerad Sebastian Haag vor zehn Jahren ums Leben kam. Das Duo war berühmt für seine gewagten Speed-Besteigungen von Achttausendern im Himalaya: Sie stiegen ohne zusätzlichen Sauerstoff auf und fuhren die Gipfel auf Skiern wieder hinab – bis Haag in einer Lawine starb.
Böhm und Haag verschoben die Grenzen des Hochgebirgsbergsteigens. Sie spezialisierten sich auf schnelle Besteigungen der höchsten Berge der Welt, verzichteten auf Flaschensauerstoff und stiegen auf Skiern ab. Gemeinsam erreichten sie mehrere Achttausender, doch die genaue Zahl bleibt unklar.
Im September 2014 versuchten sie, innerhalb von sieben Tagen sowohl den Shishapangma als auch den Cho Oyu zu besteigen – ein Rekordvorhaben. Doch am 24. September wurde Haag nur knapp unter dem Gipfel des Shishapangma von einer Lawine erfasst und getötet. Böhm überlebte.
Jetzt bereitet sich Böhm darauf vor, an den Berg zurückzukehren, an dem sein Freund starb. Seine Reise wird im Film Tödlicher Himalaya dokumentiert, der sich mit den Risiken und dem Sinn des Extrembergsteigens auseinandersetzt.
Böhms Rückkehr zum Shishapangma jährt sich zum zehnten Mal seit dem Unglück, das Haags Leben beendete. Die Expedition wird ihn zwingen, sich mit dem Verlust seines Partners und den Konsequenzen der Rekordjagd in den tödlichsten Bergen der Welt auseinanderzusetzen. Der Dokumentarfilm wird seine Reflexionen über den Sport einfangen, der ihr Leben prägte – und sie schließlich trennte.






