23 March 2026, 18:19

Bergisch Gladbachs CDU stellt Haushaltspläne auf den Prüfstand und fordert radikale Kurskorrektur

Schwarze und weiße Karte einer Stadt mit einem Fluss, beschriftet mit "Vorgeschlagenes S-Bahn-Projekt" auf der linken Seite, zeigt Straßen, Autobahnen und städtische Merkmale.

Bergisch Gladbachs CDU stellt Haushaltspläne auf den Prüfstand und fordert radikale Kurskorrektur

Haushaltsverhandlungen in Bergisch Gladbach erreichen kritische Phase

Die Haushaltsgespräche in Bergisch Gladbach haben eine entscheidende Phase erreicht: Die CDU drängt auf weitreichende Änderungen am Entwurf von Bürgermeister Marcel Kreutz. Parteichef Michael Metten verwies auf tiefe finanzielle Herausforderungen und benannte gleichzeitig zentrale Prioritäten – von Schulen über marode Straßen bis hin zum Entwicklungsgebiet Zanders. Bei einer Veranstaltung des BürgerClubs bezeichnete er die Verhandlungen als eine der schwierigsten Phasen in der Kommunalpolitik.

Metten sieht vor allem bei Öffentlichkeitsarbeit und Social-Media-Stellen Einsparpotenzial. Zudem schlug er einen städtebaulichen Wettbewerb vor, um die Zukunft der umstrittenen Stadthäuser zu klären – ein seit Langem schwelender Konflikt in der Stadt. Trotz des Sparzwangs will die CDU Personal in der Bauaufsicht und in den Ordnungsbehörden aufstocken, um stockende Projekte zu beschleunigen.

Die Partei lehnt die geplante Erhöhung der Grundsteuer um 100 Punkte ab und setzt stattdessen auf einen moderateren Anstieg um 25 Punkte, um Mindereinnahmen auszugleichen. Metten betonte, die CDU verfüge über ein klares Wählermandat und werde keine Kompromisse mit der AfD eingehen, stehe aber anderen Gesprächen offen. Sein Arbeitsverhältnis zu Bürgermeister Kreutz, den er seit einem Jahrzehnt kennt, bleibe sachlich und kooperativ.

Die finanzielle Belastung Bergisch Gladbachs erstreckt sich über mehrere Bereiche und zwingt zu harten Entscheidungen. Schulen, sanierungsbedürftige Straßen und das Zanders-Gelände bleiben vordringliche Themen – doch Metten pocht darauf, die Ausgaben an realistische Einnahmen anzupassen.

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Die CDU-Vorschläge zielen darauf ab, Kosten zu senken und gleichzeitig zentrale Dienstleistungen zu stärken. Falls umgesetzt, würden die Änderungen Steuererhöhungen begrenzen und Mittel in Infrastruktur sowie Stadtentwicklung umlenken. Der finale Haushalt wird zeigen, wie die Stadt ihre finanziellen Herausforderungen im kommenden Jahr meistert.

Quelle