16 March 2026, 16:19

Boris Palmer bleibt Oberbürgermeister – und sagt Nein zur Landesregierung

Das Gebäude des Bundestages in Berlin, Deutschland, ein großes Gebäude mit zahlreichen Fenstern, umgeben von Straßenmasten, Fahrzeugen, Menschen, Flaggen, Gittern und Bäumen, unter einem bewölkten Himmel.

Boris Palmer bleibt Oberbürgermeister – und sagt Nein zur Landesregierung

Spekulationen über eine mögliche Kabinettsrolle für Boris Palmer sind beendet, nachdem der ehemalige Grünen-Politiker bestätigt hat, in Tübingen weiter als Oberbürgermeister im Amt zu bleiben. Der parteilose Bürgermeister hatte mit Cem Özdemir, dem designierten Nachfolger von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, über eine mögliche Regierungsposition verhandelt. Palmers Entscheidung folgt auf seine öffentliche Unterstützung für Özdemir während des jüngsten Landtagswahlkampfs.

Palmer hatte die Grünen 2023 verlassen, blieb aber der pragmatischen Realos-Fraktion innerhalb der Partei verbunden. Seine Unterstützung für Özdemir bei der baden-württembergischen Wahl 2026 hatte Diskussionen über eine mögliche Berufung in die Landesregierung ausgelöst. Nun teilte er dem Landesvorstand mit, dass er sich weiterhin auf Tübingen konzentrieren werde.

Özdemir, der Kretschmanns Nachfolge antreten soll, hatte eine Rolle für Palmer in der neuen Regierung geprüft. Trotz der Gespräche machte Palmer jedoch deutlich, dass er nicht in die Landesregierung wechseln werde. Damit endet wochenlange Unsicherheit über seine politische Zukunft.

Die Entscheidung des Oberbürgermeisters bedeutet, dass Tübingen seinen langjährigen Stadtoberhaupt behält. Özdemirs künftige Regierung wird nun anderweitig nach Besetzungen für das Kabinett suchen. Palmers weitere Unabhängigkeit hält ihn vorerst außerhalb der formellen Parteipolitik.

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