Bundesbank gibt Renovierungspläne für Frankfurter Hauptquartier auf und sucht neuen Standort - Bundesbank stoppt Milliardensanierung ihres Frankfurter Hauptsitzes
Die Bundesbank hat ihre Pläne zur Sanierung ihres Frankfurter Hauptsitzes aufgegeben. Ursprünglich auf 4,6 Milliarden Euro veranschlagt, war das Projekt später auf 1,6 Milliarden Euro gekürzt worden – doch selbst diese reduzierten Kosten erwiesen sich als zu hoch. Zudem hat die zunehmende Verbreitung von Remote Work den Raumbedarf der Bank verändert.
Die Zentralbank hatte zunächst geplant, ihren veralteten Hauptsitz für 5.000 Mitarbeiter zu modernisieren. Da jedoch immer mehr Beschäftigte im Homeoffice arbeiten, wurden nur noch 3.300 Arbeitsplätze benötigt. Dieser Rückgang an Nachfrage trug maßgeblich zur Entscheidung bei, die Sanierung komplett zu streichen.
Das Budget für das Vorhaben war bereits von 4,6 auf 1,6 Milliarden Euro zusammengestrichen worden. Dennoch kamen die Verantwortlichen zu dem Schluss, dass selbst die niedrigere Summe nicht tragbar sei. Stattdessen wird die Bundesbank nun nach einem neuen Standort suchen.
Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef hat vorgeschlagen, das alte Gebäude für die Europäische Schule Frankfurt umzunutzen. Unterdessen plant die Bank, innerhalb der nächsten 18 Monate ein Ausschreibungsverfahren einzuleiten, um eine kostengünstigere Immobilie zu finden.
Mit dieser Entscheidung beendet die Bundesbank ein lang geplantes Sanierungsprojekt. Ein neuer Standort soll über ein Ausschreibungsverfahren ausgewählt werden, mit dem Ziel, die Kosten zu senken. Das alte Hauptgebäude könnte indes ein zweites Leben als Bildungseinrichtung erhalten.






