29 March 2026, 04:14

Bundeselternrat fordert Schüler-ID gegen Chaos im föderalen Bildungssystem

Alter deutscher Regierungausweis mit handgeschriebenem Text und Logo oben drauf.

Bundeselternrat fordert Schüler-ID gegen Chaos im föderalen Bildungssystem

Bundeselternrat drängt auf bundesweites Schüler-Identifikationssystem zur Reform des zersplitterten Bildungssystems

Der Bundeselternrat setzt sich für die Einführung einer bundesweiten Schüler-ID ein, um die seit langem bestehenden Probleme im föderalen Bildungssystem Deutschlands zu beheben. Das Vorhaben zielt darauf ab, Verzögerungen und Rückschläge für Schülerinnen und Schüler zu vermeiden, die zwischen den Bundesländern wechseln und dabei häufig mit wiederholten Leistungsüberprüfungen und verlorener Förderung konfrontiert sind – bedingt durch inkompatible Datensysteme.

Der Rat argumentiert, dass eine zentrale Identifikationsnummer überflüssige Bewertungen überflüssig machen und den Verwaltungsaufwand deutlich verringern würde. Derzeit werden schulische Unterlagen nicht systematisch zwischen den Bundesländern ausgetauscht, sodass Familien bei einem Umzug oft undurchsichtige IT-Systeme bewältigen müssen. Kinder warten mitunter Wochen oder sogar Monate auf die notwendige Unterstützung, was zu Lücken in ihrer schulischen Laufbahn führt.

Anne-Karin Schaffrath, Vorsitzende des Ausschusses für weiterführende und Mittelschulen im Bundeselternrat, bezeichnete die aktuelle Situation als "inakzeptabel". Sie betonte, dass eine einheitliche ID den nahtlosen Zugriff auf schulische Unterlagen gewährleisten und Unterbrechungen in der Bildung der Schülerinnen und Schüler verhindern würde. Der Vorschlag sieht zudem strenge Datenschutzmaßnahmen vor, um persönliche Informationen zu schützen.

Während Deutschland über kein zentrales System verfügt, nutzt Österreich seit 2003 das Bildungsdokumentationsgesetz (BilDokG) für statistische Berichterstattung und seit 2014 das Zentrale Personenstandsregister (ZPR) zur Verwaltung essenzieller Personendaten. Deutsche Systeme wie ASV-BW und winprosa konzentrieren sich zwar auf den Datenaustausch, bieten jedoch keine bundesweit einheitliche Schülerkennung.

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Das Konzept des Bundeselternrats würde die Grundlage für eine länderübergreifende Dokumentation von Bildungsverläufen schaffen. Bei Umsetzung könnte das System bürokratische Hürden abbauen und sicherstellen, dass Schülerinnen und Schüler unabhängig von ihrem Schulstandort durchgängig gefördert werden. Der Vorschlag wird nun in politischen Gremien und mit Bildungsträgern weiter beraten.

Quelle