Bundesländer fordern Reformen: Apotheken brauchen mehr Geld und klare Regeln
Niklas BrandtBundesländer fordern Reformen: Apotheken brauchen mehr Geld und klare Regeln
Bundesländer fordern Reformen bei Apothekenfinanzierung und Regulierung
Die Landesregierungen in Deutschland drängen auf Änderungen bei der Finanzierung und Regulierung von Apotheken. Bayern positioniert sich dabei besonders deutlich gegen Pläne, die vorsehen, Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) anstelle von Apothekern einzusetzen. Der Bundesrat hat seine Forderungen nun in einer aktuellen Abstimmung über das Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) unterstrichen.
Ende Januar bekräftigte der Bundesrat seine zentralen Anforderungen zur Unterstützung der Apotheken. Dazu gehören die Erhöhung der Festbeträge pro Rezeptur sowie die Streichung gelockerter Vorschriften für die Eröffnung von Filialapotheken. Zudem lehnte das Gremium klar die Pläne zur Substitution von Apothekern durch Fachkräfte ab – und steht damit an der Seite Bayerns.
Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) äußert sich seit Langem kritisch zu den Plänen. Sie fordert eine Anhebung des Festbetrags für verschreibungspflichtige Medikamente von derzeit 8,35 Euro auf 9,50 Euro. Gerlach betonte zudem die Dringlichkeit bundesweiter Maßnahmen zur Stärkung der Apotheken und verwies auf deren unverzichtbare Rolle in der Gesundheitsvorsorge und Prävention.
Die Haltung des Bundesrats spiegelt die weitverbreitete Sorge der Länder wider. Viele – wie Bayern – argumentieren, dass Apotheken eine solidere finanzielle Grundlage benötigen, um ihre Leistungen aufrechtzuerhalten. Die Ablehnung des Personalaustauschs unterstreicht den Willen, die apothekergeführte Versorgung als Standard beizubehalten.
Mit seiner Entscheidung setzt der Bundesrat klare Maßstäbe für das Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz. Sollte die geplante Erhöhung der Festbeträge umgesetzt werden, würde dies den Apotheken eine stabilere Finanzierung ermöglichen. Gleichzeitig sichert die Ablehnung der Substitution die bisherigen Personalvorgaben – und stellt sicher, dass Apotheker weiterhin die zentrale Rolle bei der Arzneimittelabgabe einnehmen.






