Deutsche Bahn reduziert Zugausfälle dank mehr Personal in Stellwerken
Niklas BrandtDeutsche Bahn reduziert Zugausfälle dank mehr Personal in Stellwerken
Die Deutsche Bahn hat die Zahl der Zugausfälle aufgrund von Personalmangel in Stellwerken deutlich reduziert. Diese Verbesserung folgt auf einen Anstieg der Beschäftigten im Bereich der Zugkoordination um zehn Prozent im vergangenen Jahr. Rund 2.200 zusätzliche Mitarbeiter unterstützen mittlerweile den Betrieb im gesamten Netz.
Die Rolle der Fahrdienstleiter – offiziell nun als Zugverkehrssteuerer bezeichnet – bleibt für einen reibungslosen Schienenverkehr unverzichtbar. Diese Mitarbeiter steuern die Zugbewegungen, beheben Störungen und sorgen dafür, dass die Verbindungen pünktlich bleiben. Durch den Personalaufwuchs konnten Ausfälle und Einschränkungen im Angebot direkt verringert werden.
Seit Anfang 2026 hält die DB InfraGO, die Infrastrukturtochter der Deutschen Bahn, bundesweit eine durchschnittliche Personalauslastung von 100 Prozent aufrecht. Zudem hat das Unternehmen in die Weiterbildung bestehender Mitarbeiter investiert, sodass diese flexibel in verschiedenen Stellwerken eingesetzt werden können. Dieser Ansatz hilft, regionale Engpässe zu überwinden, wo weiterhin Personalknappheit herrscht.
Um die Betriebsabläufe weiter zu stärken, plant die Deutsche Bahn in diesem Jahr rund 1.000 neue Auszubildende einzustellen. Gleichzeitig wird moderne Stellwerkstechnik eingeführt, um Prozesse effizienter zu gestalten. Zwar könnte diese Modernisierung den langfristigen Personalbedarf senken, doch der Fokus liegt derzeit auf der Stabilisierung des bestehenden Angebots.
Der Personalzuwachs in den Stellwerken hat bereits zu weniger Verspätungen und Ausfällen geführt. Mit laufenden Schulungen und neuen Kräften strebt die Deutsche Bahn an, den Betrieb zuverlässig aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig werden weiterhin Anstrengungen unternommen, um verbleibende lokale Personalengpässe im Netz zu beheben.






