Deutsche Bank räumt Fehler bei Epstein-Kundenbeziehung ein – und zieht Konsequenzen
Philipp MeyerDeutsche Bank gibt Fehler bei Epstein-Geschäften zu - Deutsche Bank räumt Fehler bei Epstein-Kundenbeziehung ein – und zieht Konsequenzen
Die Deutsche Bank hat eingeräumt, einen Fehler begangen zu haben, als sie Jeffrey Epstein 2013 als Kunden aufnahm. Der in Verruf geratene Finanzier betrieb später über Jahre hinweg von New York aus ein Missbrauchsnetzwerk, an dem zahlreiche junge Frauen und Minderjährige beteiligt waren. Sein Tod in Haft 2019 im Alter von 66 Jahren beendete weitere juristische Schritte gegen ihn vorzeitig.
Epstein wurde im August 2013 Kunde der Deutschen Bank und unterhielt dort zeitweise mehr als 40 Konten. Die Bank begann im Dezember 2018, die Geschäftsbeziehung zu beenden. Nach seiner Festnahme im Juli 2019 sicherte die Deutsche Bank ihre volle Zusammenarbeit mit den Ermittlungen zu seinen Aktivitäten zu.
Der Vorstandsvorsitzende der Bank, Christian Sewing, bestätigte kürzlich, dass es aufgrund des Skandals personelle Konsequenzen gegeben habe. Klaus Nieding, Vizepräsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), forderte öffentlich die Offenlegung der mit Epstein verbundenen Finanzunterlagen. Seit Bekanntwerden des Falls hat die Deutsche Bank massiv in Schulungen, Kontrollmechanismen und operative Verbesserungen investiert, um Finanzkriminalität effektiver zu bekämpfen.
Die Bank hat ihren Fehler bei der Aufnahme Epsteins als Kunden eingeräumt. Seither wurden die internen Systeme gestärkt, um ähnliche Versäumnisse zu verhindern. Der Fall hatte interne Konsequenzen zur Folge und führte zu einer verschärften Prüfung der Bankpraktiken.
