11 May 2026, 08:13

Deutsche gespalten: 51 Prozent für Minenjäger-Einsatz im Hormus

Schwarz-weiß-Karte von Hofhegenberg, Deutschland, mit schwarzem Rand, zeigt Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten.

Deutsche gespalten: 51 Prozent für Minenjäger-Einsatz im Hormus

Eine neue Umfrage zeigt, dass eine knappe Mehrheit der Deutschen für die Entsendung von Minenjägern in die Straße von Hormus ist. Sollte die Mission genehmigt werden, wären 45 Soldaten beteiligt, darunter Minentaucher. Bundeskanzler Friedrich Merz hat strenge Bedingungen für die deutsche Teilnahme festgelegt.

Die von Forsa durchgeführte Erhebung, die am 7. und 8. Mai 2026 mit 1.009 Befragten stattfand, stellte die Frage: „Unterstützen Sie die Entsendung deutscher Minenjäger in die Straße von Hormus?“ Die Ergebnisse zeigten 51 Prozent Befürworter, 44 Prozent Gegner und 5 Prozent Unentschlossene. Die Zustimmung variierte dabei deutlich nach Region und politischer Gesinnung.

In Westdeutschland sprachen sich 52 Prozent für die Mission aus, während im Osten 53 Prozent sie ablehnten. Wähler der Grünen zeigten mit 77 Prozent die stärkste Unterstützung, wohingegen 73 Prozent der AfD-Anhänger gegen den Einsatz waren. Die Ergebnisse decken sich mit einer früheren Umfrage vom April, bei der sich die Hälfte der Deutschen für die Entsendung von Minenjägern in den Nahen Osten aussprach.

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Bundeskanzler Merz betonte, Deutschland werde sich nur beteiligen, wenn drei Bedingungen erfüllt seien: ein Waffenstillstand in der Region, ein klares militärisches Konzept und die Zustimmung des Bundestags. Die Marine hat bereits den Minenjäger Fulda im Mittelmeer positioniert, der bei einem Beschluss umgehend in das Einsatzgebiet verlegt werden könnte.

Die geplante Mission würde 45 deutsche Soldaten, darunter spezialisierte Taucher, in die Straße von Hormus entsenden. Angesichts der gespaltenen öffentlichen Meinung und der noch ausstehenden Bedingungen des Kanzlers hängt die endgültige Entscheidung von politischen und sicherheitspolitischen Entwicklungen ab. Die Zustimmung des Bundestags bleibt eine zentrale Hürde vor einer möglichen Entsendung.

Quelle