23 June 2026, 20:08

Deutsche Industrie plant 2026 mehr Entlassungen als Neueinstellungen

Deutsche Maschinenbauer wollen bis 2025 Tausende Stellen streichen

Deutsche Maschinenbauer wollen bis 2025 Tausende Stellen streichen - Deutsche Industrie plant 2026 mehr Entlassungen als Neueinstellungen

Deutsche Industrie steht 2026 vor weiteren Stellenabbau – mehr Entlassungen als Einstellungen geplant

Die deutsche Industrie muss auch 2026 mit anhaltenden Stellenstreichungen rechnen, da mehr Unternehmen Personalabbau als Neueinstellungen planen. Die wirtschaftliche Abkühlung hat mehrere Schlüsselsektoren hart getroffen, wobei sinkende Produktionszahlen und externe Belastungen die Kürzungen vorantreiben.

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Der Maschinenbau verzeichnet bereits das dritte Jahr in Folge Rückgänge – 2025 markierte erneut einen Produktionsrückgang. Bis Jahresende beschäftigten die Hersteller von Maschinen und Anlagen noch etwas über eine Million Menschen, nachdem Tausende Stellen gestrichen worden waren. Insgesamt sank die Beschäftigung in der Branche um 2,2 %, was einem Verlust von rund 22.000 Arbeitsplätzen im Vergleich zu 2024 entspricht.

Noch stärker betroffen ist die Automobilindustrie: Allein 2025 gingen schätzungsweise 47.000 Jobs verloren. US-Zölle und die Konkurrenz aus China verschärften den Druck, insbesondere im Maschinen- und Anlagenbau. Fabian Seus, Arbeitsmarktexperte beim Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), fordert politische Maßnahmen zur Bewältigung der Krise, darunter Senkungen der hohen Sozialabgaben und eine Reform der Arbeitszeitgesetze.

Obwohl viele Unternehmen aufgrund des Fachkräftemangels ihren Stammpersonal halten wollen, zwingen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zahlreiche Betriebe zu Personalabbau. Die chemische und pharmazeutische Industrie kam vergleichsweise glimpflich davon und verzeichnete nur leichte Beschäftigungsrückgänge. Erste Anzeichen einer Erholung werden für das späte Jahr 2025 erwartet, mit einer prognostizierten Produktionsbelebung im Jahr 2026.

Doch der Stellenabbau wird voraussichtlich auch 2026 anhalten, da mehr Unternehmen Entlassungen priorisieren als Neueinstellungen. Die wirtschaftliche Belastung der deutschen Industrie bleibt schwerwiegend – eine allmähliche Besserung könnte jedoch im kommenden Jahr einen Teil des Drucks mindern.

Quelle