Deutschland will US-Marschflugkörper kaufen – ein historischer Schritt für Europas Verteidigung
Philipp MeyerDeutschland will US-Marschflugkörper kaufen – ein historischer Schritt für Europas Verteidigung
Deutschland drängt auf den Kauf von Marsmarschflugkörpern vom Typ Tomahawk sowie Typhon-Startsystemen aus den USA. Der Schritt erfolgt im Rahmen von Berlins Bestrebungen, die europäische Verteidigung angesichts der anhaltenden Spannungen mit Russland zu stärken. Wie aus Regierungskreisen bestätigt wurde, laufen bereits Gespräche über das Vorhaben.
Das deutsche Verteidigungsministerium hat seine Bemühungen um die Beschaffung der Langstreckenraketen intensiviert. Ursprüngliche Pläne sahen drei Startanlagen und 400 Tomahawk Block VB-Marschflugkörper vor. Verteidigungsminister Boris Pistorius soll in Kürze nach Washington reisen, um die letzten Details zu klären.
Europa verfügt derzeit über keine bodengestützten Langstreckenraketen. Zwar setzen Großbritannien und Frankreich see-gestützte Marschflugkörper ein, doch deren Reichweiten unterscheiden sich. Die Eile Berlins spiegelt die wachsenden Bedenken hinsichtlich der Abschreckung gegenüber Russland wider.
Die Bundesregierung ist bereit, zusätzliche Kosten in Kauf zu nehmen, um den Deal zu beschleunigen. Dennoch zweifelt der Sicherheitsexperte Carlo Masala daran, dass der Kauf tatsächlich zustande kommt. Das Ministerium bestätigte lediglich, dass die Beschaffung weiterhin geprüft werde.
Falls das Vorhaben genehmigt wird, wäre dies ein bedeutender Schritt im Rahmen des militärischen Aufbaus Europas. Die Raketen würden Deutschlands Fähigkeit stärken, weit entfernte Ziele zu treffen. Bis dahin laufen die Verhandlungen weiter, während Berlin auf eine endgültige Entscheidung aus Washington wartet.






