Deutschlands Viehwirtschaft im Wandel: Schweinebestände schrumpfen, Rinder halten sich stabil
Mia SchmitzDeutschlands Viehwirtschaft im Wandel: Schweinebestände schrumpfen, Rinder halten sich stabil
In Deutschlands Viehwirtschaft haben sich in den letzten Jahren deutliche Veränderungen vollzogen. Während die Zahl der Schweine in den vergangenen zehn Jahren stark zurückgegangen ist, blieb der Rinderbestand vergleichsweise stabil. Gleichzeitig sinkt die Anzahl der Schweinebetriebe weiter.
Anfang Mai 2024 zählte Deutschland rund 21,0 Millionen Schweine – ein leichter Anstieg um 0,6 % gegenüber dem Vorjahr. Doch im Vergleich zum Jahr 2016, als es noch 27,1 Millionen Schweine gab, ist der Bestand um 22,5 % geschrumpft. Der durchschnittliche Betrieb hält heute etwa 1.400 Schweine, 2016 waren es noch 1.100, da vor allem kleinere Betriebe aufgeben.
Die Zahl der Schweinehalter ist seit 2023 um 3,6 % auf 14.700 im Jahr 2024 gesunken. Dieser Rückgang setzt einen langfristigen Trend fort: Seit 2014, als es noch 24.500 Betriebe gab, hat sich die Zahl um 40 % verringert.
Beim Rindfleischsektor lag der Gesamtbestand im Mai 2024 bei etwa 10,4 Millionen Tieren – ein minimaler Anstieg von 0,2 % gegenüber dem Vorjahr. Doch auch hier zeigt sich über das letzte Jahrzehnt ein Rückgang: 2016 gab es noch 12,6 Millionen Rinder, was einem Minus von 17,6 % entspricht. Die Zahl der Milchkühe beträgt derzeit 3,6 Millionen, 0,3 % mehr als im Mai 2023, aber 16,0 % weniger als 2014.
Die Daten zeigen einen schrumpfenden Schweinesektor mit weniger, aber größeren Betrieben. Die Rinderbestände haben sich zwar zuletzt stabilisiert, doch der langfristige Rückgang hält an. Auch die Zahl der Milchkühe ist im vergangenen Jahrzehnt deutlich gesunken.
