Duisburgs teuerstes Innovationslabor: Roboterhunde, Luxuskaffee und rätselhafte Räume
Mia SchmitzDuisburgs teuerstes Innovationslabor: Roboterhunde, Luxuskaffee und rätselhafte Räume
Das Duisburger Innovationslabor hat seine Türen geöffnet – und präsentiert eine Mischung aus Hochtechnologie und skurrilen Besonderheiten. Für 4,66 Millionen Euro entstand die 530 Quadratmeter große Einrichtung, die forensische Arbeit mit ungewöhnlichen Annehmlichkeiten verbindet. Besucher finden hier alles von einem Roboterhund bis zur Luxus-Kaffeemaschine – und einige rätselhafte Gestaltungsentscheidungen.
Laut Landesamt für Polizeidienste (LZPD) wurde das Labor ohne fundierte Kosten-Nutzen-Analyse geplant. Trotz dieser Versäumnisse vereint die Einrichtung moderne Ausrüstung mit ausgefallenen Räumlichkeiten. Ein Bereich, einst als Überwachungszentrale konzipiert, steht heute verlassen da – mit einem alten Schwarz-Weiß-Fernseher und umgestürzten Plastikstühlen.
Die Möbel im Labor stammen günstig von Auktionen, doch einige Räume erhielten aufwendige Upgrades. Der Konferenzraum wurde in eine Lounge mit samtbezogenen Sesseln und Billardtischen verwandelt. Daneben dient ein Heimkino als Schulungsraum, in dem das Technikteam forensische Fähigkeiten trainiert.
Zu den kuriosesten Features zählt Spot, ein Roboterhund, der programmiert wurde, belastendes Material zu vernichten. Noch auffälliger ist jedoch die Kaffeestation: Eine vollautomatische Maschine in der Größe eines Doppeltür-Schranks bietet 100 individuelle Getränkeeinstellungen. Kriminalhauptkommissar Klaus Brandner übernimmt dabei oft die Rolle des Baristas und bedient Gäste persönlich.
Das Labor verbindet nun Spitzentechnologie mit extravaganten Extras – alles inklusive im Preis von 4,66 Millionen Euro. Ob sich die ungewöhnlichen Designentscheidungen als praktisch oder problematisch erweisen, bleibt abzuwarten.






