16 April 2026, 00:21

Dulger warnt vor Kollaps: Deutschlands teures Gesundheitssystem braucht radikale Reformen

Schwarz-weißes Architekturzeichnung des Rosenhof-Krankenhauses in Hamburg, Deutschland, zeigt detaillierte Grundrisse mit beschrifteten Räumen, Fluren und umfangreiche Verdrahtung.

Dulger warnt vor Kollaps: Deutschlands teures Gesundheitssystem braucht radikale Reformen

Deutschlands Gesundheitssystem steckt in einer sich verschärfenden Finanzkrise, warnt Rainer Dulger, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Er fordert dringende Reformen, darunter höhere Beiträge für Sozialleistungsempfänger und strengere Kostenkontrollen, während das Land mit explodierenden Ausgaben und Ineffizienzen kämpft.

Dulger betonte die Belastung für die öffentlichen Haushalte und wies darauf hin, dass das deutsche Gesundheitssystem das teuerste in Europa sei. Allein die Verwaltungskosten überstiegen jährlich 26 Milliarden Euro, während der Staat derzeit 140 Euro pro Monat für jeden Empfänger von Bürgergeld aufbringe – was ein jährliches Defizit von rund 10 Milliarden Euro hinterlasse.

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Um die Krise zu bewältigen, schlug Dulger mehrere Maßnahmen vor. Er verlangte einen sofortigen Ausgabenstopp, um weitere Beitragserhöhungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu verhindern. Zudem forderte er die Abschaffung der beitragsfreien Mitversicherung für Ehepartner, was seiner Einschätzung nach etwa 3 Milliarden Euro einsparen könnte. Darüber hinaus regte er an, nicht versicherungsbezogene Leistungen künftig über Steuermittel statt über Sozialabgaben zu finanzieren.

Strukturelle Veränderungen standen ebenfalls im Mittelpunkt. Dulger plädierte für einen Abbau überflüssiger Krankenhauskapazitäten und die Einführung von Effizienzanreizen, um Verschwendung einzudämmen. Seine Äußerungen fallen vor einem entscheidenden Bericht des Gesundheitsfinanzierungsgremiums, der am Montag an die Bundesregierung übermittelt werden soll.

Die vorgeschlagenen Reformen zielen darauf ab, die Finanzierung des Gesundheitssystems zu stabilisieren, bevor die Kosten weiter ausufern. Sollten sie umgesetzt werden, könnten höhere Sozialleistungsbeiträge und strengere Effizienzregeln das System grundlegend verändern. Die nächsten Schritte der Regierung werden voraussichtlich von dem anstehenden Gremienbericht abhängen.

Quelle