Energiekrise trifft Zoos: Wie Wildparks mit steigenden Stromkosten kämpfen
Philipp MeyerEnergiekrise trifft Zoos: Wie Wildparks mit steigenden Stromkosten kämpfen
Deutsche Zoos und Wildparks kämpfen mit steigenden Energiekosten
Zoos und Wildparks in ganz Deutschland stehen vor wachsenden finanziellen Belastungen, da die Energiepreise weiter steigen. Einige Einrichtungen haben bereits ihren Betrieb angepasst, andere setzen auf erneuerbare Energien, um die Kosten zu senken.
Die steigenden Ausgaben zwingen zu schwierigen Entscheidungen: Einige Parks geben Tiere an andere Standorte ab oder verzichten ganz auf Arten mit hohem Energiebedarf.
Der Braunschweiger Zoo hat Maßnahmen ergriffen, um seine Abhängigkeit von externer Energie zu verringern. Bereits jetzt betreibt er eine 80-kW-Photovoltaikanlage sowie mehrere kleinere Solaranlagen für den Eigenbedarf. Um die Effizienz weiter zu steigern, wird der Zoo zusätzlich 12 kW Solarleistung installieren und plant ein 10-kW-Batteriespeichersystem.
Die Einrichtung nutzt zudem ein Blockheizkraftwerk, einen Holzvergaser und eine Pelletheizung. Trotz der finanziellen Belastung betonen Verantwortliche, dass keine Pläne bestünden, den Tierbestand zu reduzieren.
In der Nähe hat das Artenschutzzentrum Grasleben eigene Photovoltaikmodule installiert, um den hohen Energiebedarf wärmeliebender Arten auszugleichen. Der Wildpark Essehof setzt hingegen auf eine Biomasseheizung, wodurch die Energiekosten nur noch 6 bis 8 Prozent der Gesamtausgaben ausmachen.
Nicht alle Parks kommen so gut mit der Situation zurecht. Einige haben bereits Tiere umgeplatziert oder auf die Haltung energieintensiver Arten verzichtet. Für andere, wie den Wildpark Stöckheim, bleiben die Energiekosten zwar überschaubar, machen aber immerhin etwa 2,5 Prozent des Budgets aus.
Der Umstieg auf erneuerbare Energien hilft manchen Zoos und Wildparks, die steigenden Kosten zu bewältigen. Einrichtungen mit Solar-, Biomasse- oder Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen sind besser gegen den finanziellen Druck gewappnet. Andere stehen jedoch weiterhin vor harten Entscheidungen, solange die Energiepreise auf hohem Niveau bleiben.






