EU-Pläne: Unternehmen in 48 Stunden gründen – Bürokratie adé?
Die Europäische Kommission hat Pläne für einen neuen Rechtsrahmen vorgelegt, der die Unternehmensgründung in der gesamten EU vereinfachen soll. Nach dem Vorschlag könnten Unternehmer ein Unternehmen innerhalb von 48 Stunden in jedem Land des Blocks gründen. Das Vorhaben zielt darauf ab, Bürokratie abzubauen und die Wettbewerbsfähigkeit auf dem globalen Markt zu stärken.
Hessens Minister für Europaangelegenheiten, Manfred Pentz, begrüßte die Initiative. Er bezeichnete sie als einen wichtigen Schritt zur Verringerung des bürokratischen Aufwands für Start-ups und etablierte Unternehmen gleichermaßen.
Aktuell sehen sich Gründer mit einem Flickenteppich aus 27 verschiedenen Rechtssystemen und über 60 Unternehmensformen konfrontiert. Die Navigation durch diese Vorschriften verzögert häufig die Unternehmensgründung und treibt die Kosten in die Höhe. Das vorgeschlagene „28. Regime“ würde einen einheitlichen, freiwilligen Rahmen für eine EU-weite Registrierung schaffen.
Das Verfahren wäre vollständig digital und ohne Mindestkapitalanforderungen. Unternehmen könnten selbst entscheiden, ob sie das neue System nutzen oder bei den nationalen Gesetzen bleiben. Pentz betonte die Notwendigkeit vereinfachter Abläufe und argumentierte, dass übermäßiger Papierkram Innovationen hemme.
Der Vorschlag geht nun an den Rat der EU und das Europäische Parlament zur Debatte. Pentz unterstrich, dass die Umsetzung Effizienz mit den Interessen aller Mitgliedstaaten in Einklang bringen müsse. Zudem wies er darauf hin, dass die Reform Europa helfen werde, im globalen Wettbewerb um Talente attraktiver zu werden.
Bei Annahme würde der neue Rahmen es Unternehmen ermöglichen, sich in jedem EU-Land innerhalb von zwei Tagen zu registrieren. Das System bleibt freiwillig, sodass Firmen weiterhin die Möglichkeit haben, sich für nationale Regelungen zu entscheiden. Die nächsten Schritte werden zeigen, wie schnell die Änderungen in der gesamten Union wirksam werden.






