EU-Verpackungsverordnung löst Streit über Prioritäten im Tourismus aus
Emma SchmidtEU-Verpackungsverordnung löst Streit über Prioritäten im Tourismus aus
Die neue Verpackungsverordnung der EU hat eine hitzige Debatte ausgelöst. Mit dem Vorschlag will die Union Verpackungsmüll drastisch reduzieren und Ressourcen schonen – vor allem im Tourismus. Kritiker halten den Fokus angesichts größerer Sicherheitsfragen jedoch für falsch gesetzt.
Laut den neuen Regeln sollen Einwegprodukte in Hotels bis 2030 verboten werden, darunter Mini-Shampoo-Flaschen und andere Portionsverpackungen. Viele Häuser haben bereits damit begonnen, sie durch fest installierte Spender zu ersetzen.
Manfred Pentz, Hessens Minister für Europaangelegenheiten, hat sich deutlich gegen die Verordnung ausgesprochen. Er warnt vor Überregulierung und fordert die EU auf, ihre Prioritäten zu überdenken. Aus seiner Sicht sollten Sicherheit, Verteidigung und Bürokratieabbau Vorrang vor der Bekämpfung von Verpackungsmüll haben.
Pentz argumentiert, die Energie der EU wäre besser in einer Verteidigungsunion oder einem Raketenabwehrsystem investiert. Er stellt infrage, ob Diskussionen über Milliliter-Angaben auf Hotelregalen der sinnvollste Einsatz von Ressourcen seien.
Die Verordnung wird weitere Veränderungen in der Tourismusbranche erzwingen: Bis 2030 müssen Hotels komplett auf Einwegprodukte verzichten. Die Debatte zeigt, wie unterschiedlich die Vorstellungen darüber sind, worauf sich die EU in den kommenden Jahren konzentrieren sollte.






