18 June 2026, 16:09

EZB bestraft J.P. Morgan mit 12,2 Millionen Euro wegen falscher Risikoangaben

ECB verhängt Millionen-Euro-Strafe gegen US-Bank J.P. Morgan

ECB verhängt Millionen-Euro-Strafe gegen US-Bank J.P. Morgan - EZB bestraft J.P. Morgan mit 12,2 Millionen Euro wegen falscher Risikoangaben

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die US-Großbank J.P. Morgan mit einer Strafe von 12,2 Millionen Euro belegt, weil diese irreführende Berichte über ihre Kapitalanforderungen eingereicht hatte. Zwischen 2019 und 2024 hatte die Bank ihre risikogewichteten Aktiva zu niedrig ausgewiesen und so ihr tatsächliches Risikoprofil gegenüber den Aufsichtsbehörden verschleiert. Es handelt sich um die zweite größere regulatorische Maßnahme gegen das Institut innerhalb weniger Monate.

In dem Zeitraum von 2019 bis 2024 hatte J.P. Morgan seine risikogewichteten Aktiva nicht korrekt gemeldet. Diese Aktiva messen die Risikoexposition einer Bank und legen fest, wie viel Eigenkapital sie vorhalten muss. Durch die zu niedrigen Angaben täuschte die Bank bessere Kapitalquoten vor – ein zentraler Indikator für finanzielle Stabilität.

Die Bankenaufsicht der EZB stellte fest, dass die Fehler auf „klare Mängel in internen Prozessen zurückzuführen sind, die mit grober Fahrlässigkeit begangen wurden“. Daraufhin verhängte sie die Strafe in Höhe von 12,2 Millionen Euro. J.P. Morgan behält sich das Recht vor, gegen den Bescheid vor dem Gericht der Europäischen Union Berufung einzulegen.

Bereits im vergangenen Herbst hatte die deutsche Finanzaufsicht BaFin die Bank wegen Schwächen in ihren Geldwäschepräventionsmaßnahmen mit einer Strafe von 45 Millionen Euro belegt. Die aktuelle Sanktion erhöht den regulatorischen Druck auf das Institut weiter.

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Die Strafe der EZB unterstreicht anhaltende Bedenken hinsichtlich der Compliance- und Meldepraktiken von J.P. Morgan. Die Bank muss nun die festgestellten Mängel beheben, um weitere Strafen zu vermeiden. Die Aufsichtsbehörden beobachten ihre internen Kontrollen weiterhin genau.

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