17 June 2026, 19:03

EZB-Mitarbeitende klagen über mangelnde Transparenz und fehlende Karrierechancen

ECB-Mitarbeiter fürchten Rückschlag, wenn sie sprechen, Umfrage sagt

EZB-Mitarbeitende klagen über mangelnde Transparenz und fehlende Karrierechancen

Eine aktuelle Umfrage offenbart wachsende Unzufriedenheit unter den Mitarbeitenden der Europäischen Zentralbank (EZB). Weniger als ein Drittel würde die EZB als Arbeitsplatz weiterempfehlen. Kritikpunkte sind vor allem die interne Kommunikation, die berufliche Entwicklung und die Meinungsfreiheit.

Nur eine Minderheit der EZB-Beschäftigten glaubt, dass die Institution offen mit ihnen kommuniziert. Weniger als ein Drittel hat das Gefühl, dass die Führungsebene Informationen transparent weitergibt. Dieses Misstrauen erstreckt sich auch darauf, wie Mitarbeitende ihre Ansichten äußern dürfen.

Ein beträchtlicher Teil der Belegschaft zweifelt daran, ohne Angst frei sprechen zu können. 34 Prozent stimmen der Aussage nicht zu, ihre Meinung sicher äußern zu können. Weitere 24 Prozent sind sich in dieser Frage unsicher. Besonders langjährige Mitarbeitende zeigen sich besorgter als neuere Kolleginnen und Kollegen.

Auch die Karrierechancen geben Anlass zur Sorge. Vier von zehn Beschäftigten sehen keine guten Möglichkeiten für ihre berufliche Weiterentwicklung. Weitere 20 Prozent sind unsicher über ihre Zukunft bei der Bank. Trotz dieser Probleme fühlt sich fast zwei Drittel der Belegschaft von der EZB fair behandelt.

Die Personalvertretung der EZB hat nun rechtliche Schritte eingeleitet. Sie wirft der Bank vor, die Meinungsfreiheit unter den Mitarbeitenden einschränken zu wollen.

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Die Umfrage zeigt eine durch Transparenzmängel und fehlende Aufstiegschancen gespaltene Belegschaft. Viele Beschäftigte trauen sich nicht, Bedenken offen zu äußern. Die Klage der Personalvertretung könnte die internen Praktiken der EZB weiter in den Fokus rücken.

Quelle