Frankfurts neues Wohnwunder: Wie sonara Gemeinschaft und Bezahlbarkeit vereint
Mia SchmitzFrankfurts neues Wohnwunder: Wie sonara Gemeinschaft und Bezahlbarkeit vereint
Ein neues Wohnmodell entsteht in Frankfurt-Höchst: Das sonara-Projekt revolutioniert das städtische Zusammenleben
In Frankfurt-Höchst nimmt eine neue Form des Wohnens Gestalt an: Das sonara-Wohnprojekt hat das urbane Zusammenleben neu definiert. Das 2025 fertiggestellte genossenschaftliche Wohngebäude in der Bolongarostraße 112 verbindet private Wohnräume mit gemeinschaftlich genutzten Flächen und bietet so eine Alternative zu steigenden Mieten und Vereinsamung in der Stadt. Besonders hervorzuheben sind der Fokus auf Gemeinschaft, Bezahlbarkeit und langfristige Stabilität.
Das sonara-Projekt nahm 2020 seinen Anfang, als die Stadt Frankfurt das Grundstück an der Bolongarostraße der sonara eG-Genossenschaft übertrug. Diese Entscheidung fiel im Rahmen des konzeptbasierten Vergabeverfahrens der Stadt, das innovative Wohnmodelle gegenüber klassischen Verkaufsverfahren priorisiert. Bis 2025 hatte die Genossenschaft das Gelände in ein Wohngebäude verwandelt, in dem die Mieten lediglich die Instandhaltungs- und Betriebskosten decken – ohne Gewinnaufschlag, was die Lebenshaltungskosten niedrig hält.
Das Design von sonara vereint kompakte Privatwohnungen mit großzügigen Gemeinschaftsbereichen. Diese Aufteilung fördert den Austausch, ohne die individuellen Bedürfnisse zu vernachlässigen, und macht das Konzept anpassungsfähig für Bewohner:innen in unterschiedlichen Lebensphasen. Der Alltag hier dreht sich um geteilte Verantwortung – von Haushaltsaufgaben bis hin zu Entscheidungsprozessen. Regelmäßige Hausversammlungen stellen sicher, dass alle Mitspracherecht haben und die Gemeinschaft demokratisch gestaltet wird.
Die Bewohner:innen kommen aus unterschiedlichen Lebensrealitäten, eint sie jedoch das Engagement für ein kollektives Wohnmodell. Sie unterstützen sich gegenseitig – sei es bei der Kinderbetreuung, beim Kochen oder bei handwerklichen Tätigkeiten. Die Verbindung von nachhaltiger Architektur und genossenschaftlichen Werten zeigt, wie städtisches Wohnen Verbindung statt Isolation fördern kann.
Über die Bezahlbarkeit hinaus demonstriert sonara, wie gemeinschaftliches Eigentum Stabilität schaffen kann. Anders als bei klassischen Mietverhältnissen schützt das Genossenschaftsmodell die Bewohner:innen vor plötzlichen Mieterhöhungen oder Kündigungen. Diese Sicherheit ermöglicht es den Menschen, ihr Leben ohne den ständigen Druck steigender Wohnkosten zu planen.
Das sonara-Projekt ist ein funktionierendes Beispiel dafür, wie Städte Wohnungsfragen durch Kooperation und kluges Design lösen können. Die Kombination aus Gemeinschaftsflächen, stabilen Kosten und partizipativer Entscheidungsfindung bietet ein Modell für nachhaltiges urbanes Leben. Für die Bewohner:innen bedeutet dieses Konzept mehr als nur ein Dach über dem Kopf – es schafft eine Gemeinschaft, die auf gegenseitiger Unterstützung und gemeinsamen Werten basiert.






