Franziska van Almsick prangert Hassnachrichten gegen Olympioniken an
Franziska van Almsick, eine gefeierte deutsche Sportlegende, hat sich gegen die Welle von Hassnachrichten ausgesprochen, die sich gegen Olympioniken richten. Beim Ball des Sports in Frankfurt nahm sie Stellung zu dem wachsenden Problem der digitalen Hetze im Sport.
Van Almsick verfolgte die Olympischen Spiele aufmerksam und feuerte die deutschen Athletinnen und Athleten an. Gleichzeitig äußerte sie tiefe Sorge über den giftigen Unterton der Kritik, die sich vor allem nach den enttäuschenden Leistungen der Biathlon-Mannschaft gegen die Sportler richtete.
Die deutsche Biathletin Franziska Preuß war nach den Ergebnissen des Teams mit Hassbotschaften konfrontiert worden. Van Almsick betonte, dass konstruktive Kritik legitim sei, der aktuelle Ton jedoch verletzend wirke. Sie stimmte Preuß zu, dass es schwerfalle, solche Nachrichten einfach zu ignorieren.
Preuß gab später nach dem letzten olympischen Massenstartrennen ihren Rücktritt vom Leistungssport bekannt. Van Almsick sieht in der digitalen Hetze ein gesamtgesellschaftliches Problem, für das es keine einfache Lösung gebe. Gleichzeitig appellierte sie daran, dass Athletinnen und Athleten Wege finden müssten, damit umzugehen – und forderte eine Veränderung im Umgang der Fans mit Sportlerpersönlichkeiten.
Die Debatte zeigt, mit welchen Herausforderungen Sportler über den Wettkampf hinaus konfrontiert sind. Van Almsicks Äußerungen unterstreichen die Notwendigkeit eines Wandels im Online-Verhalten. Die Diskussion entsteht zu einem Zeitpunkt, an dem Preuß nach einer vielbeachteten Karriere vom Spitzensport Abschied nimmt.






