Freiburg erlässt iranischen Studierenden die Studiengebühren für 2026
Philipp MeyerFreiburg erlässt iranischen Studierenden die Studiengebühren für 2026
Die Universität Freiburg wird im Sommersemester 2026 für etwa 50 iranische Studierende die Studiengebühren erlassen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eskalierender Spannungen im Iran, durch die viele Studierende keinen Zugang mehr zu finanzieller Unterstützung aus ihrer Heimat haben. Verantwortliche bezeichnen die Lage als eine wachsende Herausforderung für die Betroffenen.
Internationale Studierende aus Nicht-EU-Ländern in Baden-Württemberg zahlen in der Regel 1.500 Euro pro Semester. Die Universität hat jedoch in diesem Fall von ihrem Ermessen Gebrauch gemacht und die Gebühren für diejenigen gestrichen, die sich in akuter Notlage befinden. Alle Anträge auf Gebührenbefreiung wurden zügig bearbeitet und ohne Verzögerung bewilligt.
Neben dem Gebührenerlass leisten die Studierendenwerke Nothilfe: Über Härtefallfonds werden Studierende bei der Deckung grundlegender Lebenshaltungskosten unterstützt. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die unmittelbare finanzielle Belastung zu verringern, während gleichzeitig über umfassendere Lösungen diskutiert wird.
Wissenschaftsministerin Petra Olschowski hat die Hochschulen in der Region aufgefordert, einfachere und wirksamere Unterstützungssysteme einzuführen. Ihr Appell folgt auf Befürchtungen, dass bürokratische Hürden die Krise für besonders schutzbedürftige Studierende verschärfen könnten. Unterdessen debattieren Politikerinnen und Politiker nun darüber, die Studiengebühren für internationale Studierende vollständig abzuschaffen. Der Vorschlag soll verhindern, dass es in künftigen Krisen zu ähnlichen Schwierigkeiten kommt.
Der Gebührenerlass gilt ab dem Sommersemester 2026 für rund 50 iranische Studierende. Notfallförderungen und vereinfachte Hilfsangebote bleiben für Bedürftige weiterhin zugänglich. Die Diskussionen über langfristige Lösungen – einschließlich eines möglichen vollständigen Verzichts auf die Gebühren – laufen noch.






