Freiburg errichtet Schutzzaun um Synagoge nach wachsender Bedrohungslage
Emma SchmidtFreiburg errichtet Schutzzaun um Synagoge nach wachsender Bedrohungslage
In Freiburg wird bald ein Schutzzaun um die Synagoge der Stadt errichtet. Die Entscheidung folgt wiederholten Forderungen der Jüdischen Gemeinde nach besserem Schutz. Angesichts der zunehmenden Angriffe auf jüdisches Leben in Deutschland ist die Maßnahme dringend geworden.
Der Zaun soll sowohl die Synagoge als auch ihre Besucher absichern und gleichzeitig einen würdevollen Raum für Gedenkveranstaltungen bieten. Trotz seiner Schutzfunktion bleibt das Design transparent, um den offenen Charakter des Platzes zu bewahren. Ein torförmiger Eingang in Form eines Chanukka-Leuchters wird den Zugang markieren.
Die Planung und Umsetzung übernimmt der Caritasverband Freiburg. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf 120.000 Euro. Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat 27.500 Euro zugesagt, die Stadt übernimmt den Restbetrag.
Bürgermeister Martin Horn betonte, der Schutz jüdischen Lebens sei eine zentrale Priorität. Die Jüdische Gemeinde begrüßt die längst überfällige Genehmigung des Zauns.
Die Bauarbeiten erfolgen unter der Aufsicht des Caritasverbands. Der Zaun soll die Sicherheit erhöhen, ohne das Erscheinungsbild des Platzes zu beeinträchtigen. Da die Finanzierung nun gesichert ist, kann das Projekt ohne Verzögerung voranschreiten.






