Gefährliche Chemikalien auf der A2: Lkw mit Natriumfluorid stoppt Verkehr bei Bielefeld
Mia SchmitzGefährliche Chemikalien auf der A2: Lkw mit Natriumfluorid stoppt Verkehr bei Bielefeld
Ein Lastwagen mit gefährlichen Chemikalien löste am Mittwoch Alarm auf der Autobahn A2 bei Bielefeld aus, nachdem Autofahrer das Fahrzeug ohne funktionierende Beleuchtung gemeldet hatten. Der Lkw, der Natriumfluorid transportierte, wurde von der Polizei angehalten und später als nicht verkehrssicher eingestuft. Einsatzkräfte sicherten die Umgebung wegen der Gefahr eines Austritts der Substanz umgehend ab.
Der Vorfall begann, als Verkehrsteilnehmer einen Lastwagen in Richtung Hannover meldeten, dessen Beleuchtung ausgefallen war und dessen Warnblinker aktiviert waren. Eine Streife der Autobahnpolizei Herford ortete den Lkw und geleitete ihn an der Ausfahrt Vlotho-West von der Autobahn.
Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass ein Fass mit Natriumfluorid während der Fahrt umgekippt war. Der Behälter war unzureichend gesichert und beschädigt, was Befürchtungen über mögliche Undichtigkeiten auslöste. Die Feuerwehr rückte an und richtete eine 50-Meter-Sperrzone um das Fahrzeug ein.
Sowohl der Fahrer als auch ein Polizeibeamter durchliefen vorsorglich eine Dekontamination. Unterdessen wurde die Chemikalie in einen sicheren Auffangbehälter umgefüllt. Die Ermittler bestätigten später mindestens vier Verstöße gegen die Vorschriften für den Transport gefährlicher Güter, darunter fehlende Warntafeln und defekte Rückleuchten.
Dem Lkw wurde die Weiterfahrt untersagt. Die Polizei wird nun, sobald die Löscharbeiten abgeschlossen sind, die digitalen Fahrtdaten auswerten, um mögliche weitere Verstöße zu klären.
Das Fahrzeug bleibt vorerst außer Betrieb, während die Behörden das volle Ausmaß der Regelverstöße prüfen. Die Feuerwehr konnte das beschädigte Fass sichern und so einen Austritt der Substanz verhindern. Fahrer und Einsatzkraft wurden nach der Dekontamination entlassen, doch die Ermittlungen zum Vorfall dauern an.






