Gewerkschaften in Hessen drohen mit Protesten vor Tarifverhandlungen 2026
Philipp MeyerLohnverhandlungen - Minister warnt vor überzogenen Forderungen - Gewerkschaften in Hessen drohen mit Protesten vor Tarifverhandlungen 2026
Gewerkschaften in Hessen planen vor Beginn der Tarifverhandlungen eine Protestkundgebung vor dem Innenministerium in Wiesbaden. Die erste Verhandlungsrunde ist für den 27. Februar 2026 angesetzt – die Stimmung ist bereits angespannt, da die Gehaltsforderungen auf Widerstand stoßen.
Hessens Innenminister Roman Poseck bezeichnete die Gewerkschaftsforderungen als „überzogen“. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) pocht auf eine Lohnerhöhung von sieben Prozent oder mindestens 300 Euro mehr im Monat für Landesbedienstete. Zudem fordert sie für Auszubildende eine monatliche Zulage von 200 Euro sowie ein Weihnachtsgeld in Höhe eines vollen Monatsgehalts.
Die GdP wies Posecks Argument zurück, die Inflation sei bereits angemessen berücksichtigt worden. Steigende Lebenshaltungskosten und Energiepreise belasteten die Beschäftigten stark, so die Gewerkschaft. Gleichzeitig warnt sie vor wachsendem Druck auf die Polizeibeamten, etwa durch Nachwuchsmangel und Personalabwanderung.
Nach dem Auftakttreffen folgen nicht öffentliche Verhandlungen am 9. und 10. März sowie vom 26. bis 27. März 2026. Die geplante Demonstration unterstreicht den scharfen Widerstand der Gewerkschaften gegen die aktuelle Haltung des Innenministeriums. Die Gespräche werden im März fortgesetzt, wobei die Positionen in Sachen Bezahlung und Arbeitsbedingungen noch weit auseinanderliegen. Das Ergebnis wird Tausende Landesbedienstete in Hessen betreffen.






