Graffiti-Aktion in Dortmund endet mit Polizeieinsatz und Anklage wegen Sachbeschädigung
Emma SchmidtGraffiti-Aktion in Dortmund endet mit Polizeieinsatz und Anklage wegen Sachbeschädigung
Fünf junge Hobbykünstler wurden in den frühen Morgenstunden des Samstags in Dortmund gestellt, nachdem sie versucht hatten, einen Stromverteilerkasten mit Graffiti zu besprühen. Die Polizei griff nach einem Hinweis eines Nachbarn ein, der die Tat beobachtet hatte. Der Gruppe drohen nun Anklagen wegen Sachbeschädigung.
Der Vorfall begann kurz vor Mitternacht, als die fünf Personen mit einem Dacia in Richtung Hombruch aufbrachen. Ihr Ziel war ein Stromkasten an der Ecke Zillestraße/Harkortstraße. Gegen 0:30 Uhr entdeckten Beamte das Fahrzeug auf der Gildenstraße – es entsprach der Beschreibung und dem Kennzeichen, die der Zeuge angegeben hatte.
Bei der Kontrolle des Wagens fanden die Polizisten frische Farbe und Graffiti-Utensilien im Kofferraum. Die Gruppe hatte vor, das Kürzel "ACAB" zu sprühen – eine Abkürzung, die sie mit "All Cops Are Beautiful" (sinngemäß: "Alle Polizisten sind wundervoll") übersetzten. Die Behörden beschlagnahmten die Farben und Schablonen als Beweismaterial.
Bei den Beschuldigten handelt es sich um zwei 17-Jährige aus Dortmund und drei 19-Jährige aus Unna. Alle fünf müssen nun mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Gegen sie wurde Anklage wegen Sachbeschädigung erhoben, während die beschlagnahmten Utensilien als Beweismittel dienen. Der Fall zeigt die Risiken ungenehmigter Straßenkunst – selbst wenn sie als harmlose Provokation gedacht ist.






