23 March 2026, 08:16

Grausamer Fund in Bodelshausen: Rehkitz stirbt mit zugeklebtem Maul durch Klebeband

Ein Reh und sein Fähne in einem wäldlerischen Gebiet, aufgenommen von einer Wildkamera.

Grausamer Fund in Bodelshausen: Rehkitz stirbt mit zugeklebtem Maul durch Klebeband

Verendetes Rehkitz in Bodelshausen: Maul mit Klebeband grausam zugeklebt

In Bodelshausen im Landkreis Tübingen wurde ein junges Rehkitz entdeckt, dem jemand das Maul mit Klebeband brutal verschlossen hatte. Anwohner fanden das verletzte Tier am 20. Juni in einem Garten in der Schlehenweg-Siedlung. Trotz sofortiger Rettungsversuche starb das Kitz nur wenige Tage nach seiner Befreiung.

Zuerst hatten Nachbarn das Tier in seiner Not bemerkt. Bei der Bergung wurde das Klebeband vorsichtig entfernt, und das Reh wurde in der Nähe einer Waldhecke freigelassen. Doch kurz darauf fand man es tot auf – nicht weit von der Stelle entfernt, an der es zunächst entdeckt worden war.

Tierquälerei ist in Deutschland ein schweres Vergehen. Nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes können solche Taten mit Geldstrafen oder Haft bis zu drei Jahren geahndet werden. Die Tierrechtsorganisation PETA hat nun eine Belohnung von 2.050 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung des Verantwortlichen führen.

Experten sehen in Tiermisshandlung oft ein Warnsignal für weitere Gewaltbereitschaft. Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes verweist darauf, dass 80 bis 90 Prozent der extrem gewalttätigen Straftäter eine Vorgeschichte von Tierquälerei aufweisen. Die Fallzahlen steigen in Deutschland seit Jahren stark an: Zwischen 2021 und 2026 verzeichneten die Behörden einen Anstieg um 20 bis 30 Prozent. Öffentliche Aufklärungskampagnen und Druck durch soziale Medien haben zudem zu schnelleren Strafverfolgungen und schärferen Urteilen geführt – wie etwa im Berliner Hundequälerei-Fall von 2024.

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Die Ermittlungen zum Tod des Rehkitzes laufen weiterhin. Mit der ausgesetzten Belohnung hofft PETA, Zeugen zur Aussage zu bewegen. Die Behörden behandeln den Vorfall als Straftatbestand nach deutschem Recht. Der Fall wirft erneut ein Schlaglicht auf die wachsende Besorgnis über Tierquälerei und ihre juristischen Konsequenzen.

Quelle