20 March 2026, 18:14

Grüne-Abgeordnete entschuldigt sich für umstrittenen Post gegen CDU-Spitzenkandidat

Gelblicher Zeitungsartikel mit "Diskussion" in schwarzer Schrift, Überschrift "Semanario Repúblicano Democrático Federal", leicht zerknittert.

Skandal-Post vor der Wahl - Fischer bittet Hagel um Vergebung - Grüne-Abgeordnete entschuldigt sich für umstrittenen Post gegen CDU-Spitzenkandidat

Eine Abgeordnete der Grünen hat sich dafür entschuldigt, einen umstrittenen Social-Media-Beitrag über den Spitzenkandidaten der CDU in Baden-Württemberg geteilt zu haben. Simone Fischer zeigte Reue, nachdem sie ein Bild weiterverbreitet hatte, das Manuel Hagel mit der Schlagzeile "Offizielle Verwarnung" und dem Spruch "Versteckt eure Kinder" verspottete. Der Vorfall ereignet sich zu einem Zeitpunkt, an dem beide Parteien nach dem knappen Wahlergebnis nun gleich viele Sitze im Landtag halten.

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Der Streit begann, als Fischer einen Beitrag teilte, der sich auf ein acht Jahre altes Video von Hagel bezog, in dem dieser Aussagen über eine minderjährige Schülerin machte. Der ursprüngliche Clip hatte bereits für Diskussionen gesorgt, nachdem die grüne Landtagsabgeordnete Zoe Mayer ihn erneut geteilt und damit Vorwürfe des Sexismus ausgelöst hatte. Fischer schwieg zunächst zu dem Vorfall und löschte den Beitrag später.

Die CDU warf den Grünen daraufhin vor, im Vorfeld der Wahl am 8. März eine "schmutzige Kampagne" geführt zu haben. Bei dieser Abstimmung überholten die Grünen die CDU knapp und erreichten 30,2 Prozent der Stimmen, während die CDU auf 29,7 Prozent kam. Beide Parteien verfügen nun über je 56 Sitze, was zu einer Pattsituation im Landtag führt.

Fischers Entschuldigung erfolgte, nachdem der regionale Sender Südwestrundfunk (SWR) sie zu dem Beitrag befragt hatte. Ihre Stellungnahme wird als Versuch gewertet, die Spannungen zu entschärfen, bevor die Grünen Sondierungsgespräche zur Bildung einer Koalitionsregierung aufnehmen.

Der Sieg der Grünen war vor allem auf Cem Özdemirs breite Anziehungskraft, eine konsequente Klimapolitik und Versprechen zur wirtschaftlichen Modernisierung zurückzuführen. Trotz früher Umfragevorsprünge der CDU verhalf Özdemirs Kampagnendynamik dem knappen Erfolg. Es gibt keine Hinweise darauf, dass Fischers Social-Media-Kontroverse das Wahlergebnis beeinflusst hat.

Die Entschuldigung folgt auf Wochen politischer Reibereien zwischen den beiden Parteien. Da beide über gleich viele Sitze verfügen, müssen die Grünen die Koalitionsverhandlungen nun mit Bedacht führen. Fischers Schritt könnte dazu beitragen, die Spannungen zu verringern, während die Gespräche beginnen.

Quelle