11 May 2026, 10:20

Grüne in Rheinland-Pfalz wählen erstmals rein weibliche Führung nach Wahlniederlage

Zwei Frauen stehen an einem Podium mit einem Mikrofon, einem Bildschirm und einem Blumenstrauß, wahrscheinlich auf einer Grünen Party-Veranstaltung, bei der sie über Umweltnachhaltigkeit diskutieren.

Grüne in Rheinland-Pfalz wählen erstmals rein weibliche Führung nach Wahlniederlage

Die Grünen in Rheinland-Pfalz wählen erstmals eine rein weibliche Führungsspitze

Zum ersten Mal haben die Grünen in Rheinland-Pfalz eine ausschließlich aus Frauen bestehende Parteispitze gewählt. Zudem benannten sie eine neue Fraktionsvorsitzende, nachdem die Partei bei der Landtagswahl im März 7,9 Prozent der Stimmen erhalten hatte. Mit diesem Ergebnis endete ihre 15-jährige Regierungsbeteiligung im Land.

Die Umstrukturierung erfolgt vor dem Hintergrund sinkender Wählerzustimmung. Katrin Eder wurde zur Vorsitzenden der Grünen-Fraktion im Mainzer Landtag gewählt. Die Partei stellt in der neuen Legislaturperiode zehn Abgeordnete. Während des Wahlkampfs war Eder in die Kritik geraten, weil sie sich mit der Initiative „Schwarmkraftwerk“ brüstete, die ursprünglich vom Mainzer FDP-Politiker Volker Hans ins Leben gerufen worden war.

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Auf dem Parteitag wählten die Delegierten zwei neue Co-Vorsitzende. Carolin Cloos aus Worms erhielt im ersten Wahlgang 72,28 Prozent der Stimmen. Christin Sauer, seit 2019 Stadträtin in Mainz, sicherte sich 63,37 Prozent der Unterstützung. Sauer hatte zuvor von Ende 2021 bis Anfang 2025 den Kreisverband der Grünen in Mainz geleitet.

Sauer betonte, wie wichtig direkter Austausch vor Ort sei, um das Vertrauen in die grüne Politik zurückzugewinnen. Zudem bestätigte die Partei Paul Bunjes und Natalie Cramme-Hill als Landtagsabgeordnete in Mainz. Die Grünen verfügen nun erstmals über einen rein weiblich besetzten Landesvorstand. Mit Eder an der Fraktionsspitze und Sauer sowie Cloos als Co-Vorsitzenden will die Partei nach dem Verlust ihrer Regierungsrolle wieder an Einfluss gewinnen. Die neue Führung setzt in der kommenden Legislaturperiode auf lokale Präsenz und politische Glaubwürdigkeit.

Quelle