17 March 2026, 20:14

Hamburg bleibt Deutschlands unangefochtener Kreuzfahrt-König mit Rekordzahlen 2023

Großes Kreuzfahrtschiff in der Nähe einer Stadt mit einer Brücke links, Fahrzeugen auf der Straße und Gebäuden und Bäumen im Hintergrund.

Hamburg bleibt Deutschlands größter Kreuzfahrthafen - Hamburg bleibt Deutschlands unangefochtener Kreuzfahrt-König mit Rekordzahlen 2023

Hamburg hat seine Position als führender Kreuzfahrthafen Deutschlands weiter gefestigt: Im Jahr 2023 wurden hier 1,4 Millionen Passagiere abgefertigt und 295 Schiffanläufe registriert. Die drei Kreuzfahrtterminals der Stadt verzeichneten zudem einen Anstieg der Übernachtungen, da immer mehr Reisende ihren Aufenthalt vor oder nach der Schiffsreise verlängern. Gleichzeitig wurden die Bemühungen zur Reduzierung der Emissionen vorangetrieben – Umweltschützer fordern jedoch weitere Maßnahmen.

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Die Passagierzahlen in Hamburg stiegen im Vergleich zu 2022 um 100.000 auf insgesamt 1,4 Millionen im vergangenen Jahr. Die Beliebtheit des Hafens wächst stetig: Mittlerweile bleiben 38 Prozent der Kreuzfahrtgäste mindestens eine Nacht in der Stadt – fast doppelt so viele wie noch 2016, als der Anteil bei 20 Prozent lag. Diese Besucher tragen maßgeblich zur lokalen Wirtschaft bei und geben während ihres Aufenthalts durchschnittlich 133,59 Euro aus.

Hamburg hat sich zudem als attraktiver Zielhafen für neue Kreuzfahrtschiffe etabliert. Zwischen 2021 und 2025 stieg die Zahl der Schiffe, die hier ihren ersten Stopp einlegten, von zwei auf acht – damit gehört die Stadt zu den Spitzenreitern in Europa. Nur Barcelona verzeichnete 2025 mit neun Premierenanläufen mehr, während Southampton und Rotterdam hinter Hamburg zurückblieben.

Beim Thema Nachhaltigkeit geht Hamburg die EU-Vorgaben voraus: Bis 2024 werden alle drei Terminals mit Landstromanschlüssen ausgestattet sein, sodass Schiffe während der Liegezeit ihre Motoren abstellen können. 2023 nutzten bereits 162 Schiffe diese Möglichkeit – ein Anstieg um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotz dieser Fortschritte weist der Naturschutzbund Deutschland (NABU), eine führende Umweltorganisation, darauf hin, dass die Branche nach wie vor stark von fossilen Brennstoffen abhängig ist. Der Verband überwacht seit 2011 die Emissionen und drängt auf umweltfreundlichere Praktiken.

Hamburgs Kreuzfahrtsektor wächst weiter, mit steigenden Passagierzahlen und mehr Schiffen, die den Hafen für ihre Jungfernfahrten wählen. Die frühzeitige Einführung von Landstrom erfüllt die EU-Standards vorzeitig, doch Kritiker betonen, dass tiefgreifendere Veränderungen nötig sind. Umweltverbände wie der NABU setzen sich weiterhin für eine Verringerung der Abhängigkeit der Branche von fossilen Energieträgern ein.

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