Heinrich Löffelholz: Der Bürgermeister, der Kastel in die Moderne führte
Niklas BrandtHeinrich Löffelholz: Der Bürgermeister, der Kastel in die Moderne führte
Heinrich Löffelholz war von 1890 bis 1908 Bürgermeister von Kastel. Unter seiner Führung erlebte die Stadt bedeutende Fortschritte, darunter den Ausbau moderner Infrastruktur und zentraler öffentlicher Einrichtungen. Seine Verdienste werden noch über ein Jahrhundert später gewürdigt.
Während seiner Amtszeit ließ Löffelholz ein Wasserwerk errichten, das die privaten und gemeinschaftlichen Brunnen ersetzte. Damit erhielt Kastel eine saubere Wasserversorgung und ein effizientes Abwassersystem. Ab 1904 wurde auch Amöneburg an das Netz angeschlossen.
Auf seine Initiative hin wurden Straßen gepflastert und Kanalsysteme in ganz Kastel verlegt. Zudem leitete er den Bau der Kaiserbrücke, die Mainz und Kastel verband. Diese Projekte veränderten den Alltag in der Region nachhaltig.
Für seine Leistungen wurde Löffelholz mit renommierten Auszeichnungen geehrt. 1903 erhielt er den Verdienstorden Philipps des Großmütigen (Zweite Klasse), zwei Jahre später durfte er den Roten Adlerorden (Vierte Klasse) tragen.
Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende hat die bleibende Wirkung von Löffelholz’ Wirken hervorgehoben und dabei seine Verantwortungsbereitschaft, Modernisierungsbestrebungen und Weitsicht betont. Die Grabstätte auf dem Kasteler Friedhof wird als Ehrengrab bis Ende 2045 erhalten bleiben – eine Entscheidung, die seinen anhaltenden Einfluss auf die Entwicklung Wiesbadens unterstreicht.
