Hessen plant Revolution im Straßenbau: Digitalisierung und Recycling im Fokus
Niklas BrandtWie die Straßenbau in Hessen mehr Schwung gewinnen könnte - Hessen plant Revolution im Straßenbau: Digitalisierung und Recycling im Fokus
Eine Fachkommission in Wiesbaden hat neue Maßnahmen zur Verbesserung des Straßenbaus in Hessen vorgeschlagen. Der Arbeitskreis setzt sich aus Vertretern der Bauwirtschaft, der Gewerkschaften und der Landesregierung zusammen. Ziel ist es, die Abläufe zu beschleunigen, zu vereinfachen und ressourcenschonender zu gestalten.
Die Kommission „Innovationen im Straßenbau“ legte erste Empfehlungen vor. Zunächst sollen schnell umsetzbare Lösungen priorisiert werden, die keine umfangreichen gesetzlichen Änderungen erfordern. Digitalisierung, Reformen im Vergabewesen und der Ausbau des Recyclings bilden die Schwerpunkte der Pläne.
Sylvia Hipfl-Träger von Hessen Mobil kündigte an, die Vergabeformulare zu vereinfachen und stärker auf funktionale Ausschreibungen zu setzen. Burkhard Siebert, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbands Hessen-Thüringen, forderte eine breitere Nutzung von Building Information Modeling (BIM). Daniel Imhäuser, Geschäftsführer eines Recyclingunternehmens, betonte die Vorteile der Vor-Ort-Wiederverwertung von Baumaterialien.
Einige Vorschläge bedürfen vor ihrer Umsetzung der Zustimmung des Bundes. Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori (SPD) unterstrich, dass eine leistungsfähige Straßeninfrastruktur für die wirtschaftliche Entwicklung der Region entscheidend sei.
Die Empfehlungen der Kommission zielen darauf ab, Projekte zu beschleunigen und Kosten zu senken. Bei Annahme könnten die Reformen den Straßenbau in Hessen modernisieren. Die Umsetzung hängt jedoch sowohl von der Unterstützung des Landes als auch des Bundes ab.
