Hessen revolutioniert Steuererklärung: Vorabgefüllte Vorschläge für 200.000 Bürger
Mia SchmitzHessen revolutioniert Steuererklärung: Vorabgefüllte Vorschläge für 200.000 Bürger
Hessen erweitert Pilotprojekt zur Vereinfachung der Steuererklärung für tausende Bürger
Statt eine vollständige Steuererklärung abzugeben, erhalten berechtigte Bürger in Hessen künftig einen vorbefüllten Vorschlag vom Finanzamt. Das Projekt, das Teil des übergeordneten KONSENS-Netzwerks ist, zielt darauf ab, durch digitale Automatisierung den Bürokratieaufwand zu verringern.
Im Fokus stehen Arbeitnehmer und Rentner – Gruppen, deren Steuerdaten den Behörden bereits vorliegen. Rund 200.000 Steuerzahler in Hessen profitieren nun von dem vereinfachten Verfahren. Um teilzunehmen, müssen sie den Vorschlag per QR-Code oder über ein kurzes Formular bestätigen.
Erste Ergebnisse zeigen eine hohe Akzeptanz: Im Pilotjahr 2025 nahmen drei Viertel der Empfänger die vorbefüllte Steuerberechnung sofort an. Das Finanzamt nutzt dafür die MeinELSTER-App, die den Prozess auf nur wenige Klicks reduziert.
Hessens Finanzminister bewertet den Schritt als Paradigmenwechsel und positioniert die Steuerbehörden als Dienstleister statt als bürokratische Hürden. Das KONSENS-Netzwerk, das die Digitalisierung von Steuerverfahren vorantreibt, wird zudem in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Thüringen eingeführt.
Das ausgeweitete Pilotprojekt macht in vielen Fällen manuelle Steuererklärungen überflüssig. Die Bürger behalten dabei die Kontrolle, da sie den Vorschlag aktiv bestätigen müssen, bevor er wirksam wird. Bei Erfolg könnte das Modell die Verwaltungslast für Steuerzahler auch in weiteren Regionen weiter verringern.






