Lücken in den finanziellen Kenntnissen junger Hessen - Staat bietet Workshops - Hessens Jugend will sparen – doch das Finanzwissen fehlt oft noch
Junge Menschen in Hessen zeigen ein großes Interesse an finanziellen Themen. Eine aktuelle Studie des Forschungsinstituts der Goethe-Universität Frankfurt beleuchtet sowohl ihr Engagement als auch bestehende Wissenslücken in diesem Bereich.
Die Untersuchung ergibt, dass 87 Prozent der jungen Erwachsenen in Hessen das Sparen als wichtig erachten. Mehr als die Hälfte von ihnen legt regelmäßig Geld zurück, während 43 Prozent aktiv in den Aktienmarkt investieren. Dennoch wurden erhebliche Defizite im grundlegenden Finanzwissen festgestellt.
Befragte mit niedrigerem Bildungsstand und Frauen schnitten in zentralen Finanzthemen schlechter ab. Viele kämpfen zudem mit finanziellen Sorgen wie hohen Mieten, Schulden und der Angst vor Armut. Familie, Freunde und persönliche Erfahrungen bleiben die wichtigsten Quellen für finanzielle Informationen.
Als Reaktion darauf plant das Land Hessen, die Zukunftstage-Workshops auszubauen. Diese sollen die finanzielle Bildung von Jugendlichen stärken. Die Ergebnisse unterstreichen den Bedarf an besserer Finanzaufklärung. Der Ausbau der Zukunftstage könnte helfen, die identifizierten Wissenslücken zu schließen. Junge Erwachsene in Hessen zeigen bereits die Bereitschaft, zu sparen und zu investieren – doch fundierteres Wissen könnte sie zu besseren finanziellen Entscheidungen befähigen.
