23 May 2026, 04:16

Hessens neuer Kunstwettbewerb bringt Familiengeschichten auf die Leinwand

Kinder erzählen ihre Familiengeschichte durch Bilder

Hessens neuer Kunstwettbewerb bringt Familiengeschichten auf die Leinwand

Neuer Kunstwettbewerb in Hessen: Junge Menschen erkunden Familiengeschichten

Ein neuer Kunstwettbewerb in Hessen animiert junge Menschen dazu, sich kreativ mit ihrer Familiengeschichte auseinanderzusetzen. Die Initiative geht auf Andreas Hofmeister zurück, den Landesbeauftragten für Vertriebene und Spätaussiedler. Kinder und Jugendliche sind aufgerufen, sich mit Erzählungen über Flucht, Vertreibung und Deportation zu beschäftigen, die von älteren Generationen weitergegeben wurden.

Der unter dem Motto „Heimat mit jungen Augen: Erinnern. Erzählen. Gestalten.“ stehende Wettbewerb startet offiziell am 4. Mai 2026; Einsendungen sind bis zum 30. Juni möglich. Er fällt zusammen mit dem 85. Jahrestag des sowjetischen Deportationserlasses vom 28. August 1941, durch den Hunderttausende Deutschstämmige aus dem zaristischen Russland und der UdSSR nach jahrhundertelanger Ansiedlung zwangsumgesiedelt wurden.

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Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler in drei Altersgruppen: Grundschule, Sekundarstufe I und Sekundarstufe II. In jeder Kategorie werden erste, zweite und dritte Preise vergeben. Eine unabhängige Jury, der unter anderem Hessens Innenminister Prof. Dr. Roman Poseck und Staatssekretär Martin Rößler angehören, wird die Beiträge bewerten.

Fast jeder dritte Hessin und Hesse hat einen persönlichen oder familiären Bezug zu Vertreibung oder Umsiedlung. Die Gewinner erwarten eine Urkunde, ein kleines Geschenk sowie eine Einladung zur Preisverleihung nach Wiesbaden.

Ziel des Wettbewerbs ist es, familiäre Erinnerungen an historische Umbrüche durch künstlerischen Ausdruck zu bewahren. Die Einreichungsfrist endet Ende Juni; die Bekanntgabe der Preisträger erfolgt im Laufe des Jahres. Die Veranstaltung lenkt den Blick auf die bis heute spürbaren Folgen der Deportationen von 1941 für die hessische Gesellschaft.

Quelle