Hessens Polizeigewerkschaft klagt über verfassungswidrige Beamtenbesoldung und fordert Reformen
Philipp MeyerHessens Polizeigewerkschaft klagt über verfassungswidrige Beamtenbesoldung und fordert Reformen
Die Polizeigewerkschaft Hessens, die DPolG, hat ihre Kritik am Besoldungssystem für Beamte im Land verschärft. Die Organisation wirft der aktuellen Regelung Verfassungswidrigkeit vor und fordert dringende Reformen. Mittlerweile haben auch staatliche Stellen das Problem anerkannt und Maßnahmen angekündigt.
Ein Gerichtsurteil hatte zuvor bestätigt, dass das hessische Besoldungssystem gegen Verfassungsrecht verstößt. Dennoch setzte die Landesregierung die Praxis jahrelang fort. Alexander Glunz, Landesvorsitzender der DPolG Hessen, hat die Angelegenheit wiederholt bei hochrangigen Beamten zur Sprache gebracht.
Glunz argumentiert, dass die vorsätzliche Missachtung der verfassungsrechtlichen Vorgaben das Vertrauen der Öffentlichkeit in die staatlichen Institutionen untergräbt. Die DPolG Hessen verlangt nun eine vollständige verfassungskonforme Ausgestaltung der Polizeibeamtengehälter. Zudem fordert die Gewerkschaft Entschädigungen für die Betroffenen sowie eine verbindliche Zusage des Landes, weitere Verstöße zu verhindern.
Als Reaktion darauf hat Hessens Innenminister, Prof. Dr. Roman Poseck, das Ende des verfassungswidrigen Besoldungssystems zugesagt. Konkrete Umsetzungsfristen oder Maßnahmen stehen jedoch noch aus.
Im Mittelpunkt des Streits stehen langjährige Ungleichheiten bei der Bezahlung im hessischen Öffentlichen Dienst. Die DPolG Hessen besteht auf vollständige Wiedergutmachung und strukturelle Veränderungen. Die Bereitschaft der Landesregierung, das Problem zu lösen, stellt einen ersten Schritt dar, um die Forderungen der Gewerkschaft zu erfüllen.
