Hessens Straßen nach Extremwinter: Tausende Schlaglöcher und überlastete Budgets
Niklas BrandtStraßen zerbombt - Kampf gegen Schlaglöcher - Hessens Straßen nach Extremwinter: Tausende Schlaglöcher und überlastete Budgets
Hessens Straßen in desolatem Zustand nach extremem Winter
Die Straßen in ganz Hessen sind nach dem harten Winter in deutlich schlechterem Zustand als sonst. Durch das wiederholte Gefrieren und Auftauen sind die Fahrbahnoberflächen aufgerissen, tausende Schlaglöcher prägen nun das Bild in Städten wie Wiesbaden, Frankfurt und Darmstadt. Reparaturtrupps arbeiten derzeit auf Hochtouren, um die Schäden zu beheben.
Das extreme Wetter wirkte wie ein Sprengsatz im Asphalt: Eis, Schnee und plötzliche Temperaturschwankungen haben die Straßenoberflächen geschwächt, sodass sich Risse bilden, die sich rasant ausweiten. Allein in Wiesbaden gibt es über 5.000 Schlaglöcher – fast doppelt so viele wie die üblichen 3.000 in den Vorjahren. Die Stadt hat bereits 230.000 Euro für Notinstandsetzungen ausgegeben, doch das vorgesehene Budget reicht längst nicht mehr aus.
In Frankfurt sind die Schadensmeldungen im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent gestiegen. Besonders gefährliche Schäden werden nun priorisiert, wobei eine strenge Frist von fünf Tagen für die Reparaturen gilt. Die Kosten werden die des vergangenen Winters deutlich übersteigen, weshalb die Stadt zusätzliche Teams einsetzt.
Auch Darmstadt kämpft mit den Folgen: Die Arbeiten werden voraussichtlich bis ins späte Frühjahr andauern. Zuerst werden die Hauptverkehrsadern instand gesetzt, während Nebenstraßen länger warten müssen. Kassel hat seine Reparaturtrupps verdoppelt – von einem auf zwei Teams –, um mit der wachsenden Zahl an Schlaglöchern Schritt zu halten.
Die hessische Straßenbehörde Hessenmobil verzeichnet einen deutlichen Anstieg der Schäden. Landesstraßen werden nun mindestens einmal pro Woche kontrolliert, und sobald das Wetter es zulässt, beginnen die Reparaturen. Trotz der Bemühungen wächst der Rückstau jedoch weiter.
In ganz Hessen wird gegen die Zeit gearbeitet, um die Straßen zu reparieren, bevor sich die Lage weiter verschärft. Die Winterschäden haben Budgets und Kapazitäten an ihre Grenzen gebracht – manche Arbeiten ziehen sich bis ins späte Frühjahr hin. Ohne zusätzliche Mittel oder milderes Wetter dürfte sich das Problem weiter verschärfen.






