07 June 2026, 22:10

Hessischer Petitionsausschuss kämpft 2025 mit Rekordflut an Bürgeranliegen und Frosch-Lärm

Petitions in der Landtag - Anzahl der Petitionen verdoppelt

Petitions in der Landtag - Anzahl der Petitionen verdoppelt - Hessischer Petitionsausschuss kämpft 2025 mit Rekordflut an Bürgeranliegen und Frosch-Lärm

Petitionsausschuss des hessischen Landtags verzeichnet 2025 starken Anstieg der Bürgeranliegen

Im Jahr 2025 verzeichnete der Petitionsausschuss des hessischen Landtags einen deutlichen Anstieg der öffentlichen Eingaben. Die Gesamtzahl der Bittschriften stieg auf 2.641 – mehr als das Doppelte des Vorjahreswerts. Die meisten Anliegen betrafen aufenthalts- und migrationsrechtliche Fragen, doch ein ungewöhnlicher Fall drehte sich um laute Frösche in einem Wohngebiet.

Der Ausschuss erhielt 2025 insgesamt 2.641 Petitionen, nach nur 1.046 im Jahr 2024. Über die Hälfte davon bezog sich auf Aufenthalts- und Migrationsfragen, etwa mit dem Ersuchen, Abschiebungen zu stoppen oder behördliche Verfahren zu beschleunigen. Solche Fälle nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 103,5 Prozent zu.

Bis Ende 2025 wurden 1.709 Petitionen abschließend bearbeitet. Davon wurden 155 vollständig stattgegeben, 61 teilweise. Der Ausschussvorsitzende Oliver Ulloth (SPD) führte den Anstieg auf verbesserte Öffentlichkeitskampagnen zurück.

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Ein Antrag stach durch seine Besonderheit hervor: Ein Bewohner aus Osthessen beschwerte sich über nächtliches Froschgequake aus einem nahegelegenen Teich. Das hessische Umweltministerium entschied, dass Frösche als geschützte Art grundsätzlich zu dulden seien. Eine Umsiedlung komme nur in Ausnahmefällen infrage – etwa bei unzumutbaren Lärmbelastungen, wofür besondere artenschutzrechtliche Ausnahmen erforderlich seien.

Die Arbeitsbelastung des Ausschusses nahm 2025 deutlich zu, wobei Aufenthalts- und Migrationsfragen weiterhin die häufigsten Anliegen blieben. Der Fall der lauten Frösche zeigte indes, wie Umweltschutzbestimmungen den Alltag beeinflussen können. Insgesamt fanden 1.709 Petitionen einen Abschluss – ein Beleg dafür, dass das System eine breite Palette öffentlicher Belange bewältigen kann.

Quelle