Insolvenzwelle 2026: Warum immer mehr Firmen und Privatpersonen in Deutschland pleitegehen
Niklas BrandtInsolvenzwelle 2026: Warum immer mehr Firmen und Privatpersonen in Deutschland pleitegehen
Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen in Deutschland steigen 2026 stark an
In den ersten Monaten des Jahres 2026 haben die Unternehmens- und Privatinsolvenzen in Deutschland deutlich zugenommen. Im ersten Quartal stieg die Zahl der Firmenpleiten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,5 Prozent. Auch die Verbraucherinsolvenzen nahmen zu – um 6 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2023.
Besonders betroffen war der Verkehrs- und Logistiksektor mit 32,1 Insolvenzen pro 10.000 Unternehmen. Die Gastronomie- und Baubranche folgten als weitere Risikobereiche. Selbst gut aufgestellte Industrieunternehmen hatten zu kämpfen, einige mussten den Markt vollständig verlassen.
Allein im März 2026 verschärfte sich die Lage spürbar: Die Unternehmensinsolvenzen stiegen im Vergleich zum März 2025 um 15,8 Prozent, während die Privatinsolvenzen im gleichen Zeitraum sogar um 18,9 Prozent zunahmen. Die Forderungen der Gläubiger gingen jedoch deutlich zurück – von 19,9 Milliarden Euro im ersten Quartal 2023 auf 9,3 Milliarden Euro im ersten Quartal 2026.
Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform warnt, dass sich dieser Trend voraussichtlich fortsetzen wird. Das Unternehmen rechnet damit, dass die Insolvenzzahlen im Laufe des Jahres weiter steigen werden.
Die Daten zeigen eine zunehmende finanzielle Belastung für Unternehmen und Privatpersonen. Insolvenzen breiten sich in Schlüsselbranchen aus, wobei monatlich deutliche Zuwächse verzeichnet werden. Gleichzeitig können Gläubiger immer weniger Forderungen durchsetzen, da sich die wirtschaftliche Lage weiter verschärft.






