23 May 2026, 20:13

Jugendkonferenz in Frankfurt: Digitale Sicherheit und mehr Mitsprache für junge Menschen

Medienkompetenz und Bürgerbildung stärken

Jugendkonferenz in Frankfurt: Digitale Sicherheit und mehr Mitsprache für junge Menschen

Vertreterinnen und Vertreter der Länder, zuständig für Jugend- und Sozialfragen, trafen sich diese Woche in Frankfurt am Main zu einer zweitägigen Konferenz. Am Donnerstag und Freitag kamen Abgesandte aus allen 16 Bundesländern zusammen, um über zentrale Themen zu diskutieren, die Kinder und Jugendliche betreffen. Im Fokus standen digitale Sicherheit, Bildungsfinanzierung und die Zukunft der Jugendhilfe.

Ein Schwerpunkt der Konferenz lag auf den Herausforderungen und Chancen der digitalen Welt. Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, forderte strengere Schutzmaßnahmen in digitalen Räumen sowie bessere digitale Kompetenzen für Eltern und Kinder. Zudem setzte sie sich für mehr Investitionen in die frühkindliche Bildung ein, insbesondere in Sprachförderprogramme.

Katharina Günther-Wünsch, Berliner Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, betonte die Bedeutung von Medienkompetenz und demokratischer Bildung, um junge Menschen zu einem selbstbestimmten Leben zu befähigen. Ihre Aussagen griffen Forderungen junger Aktivistinnen und Aktivisten auf, die vor der Konferenz mehr Mitsprache bei politischen Entscheidungen gefordert hatten, die sie direkt betreffen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verabschiedeten einstimmig eine Leitresolution mit dem Titel „Kinder und Jugendliche an erste Stelle: Kompetenzen für die digitale Welt – Kompetenzen für Demokratie und Zukunft“. Das Dokument unterstreicht die Notwendigkeit eines verantwortungsvollen Umgangs mit sozialen Medien und stärkerer Schutzmechanismen für Jugendliche im Netz. Christine Streichert-Clivot, saarländische Ministerin für Bildung und Kultur, unterstützte diese Punkte und forderte echten Schutz, echte Teilhabe und verlässliche Bildung in digitalen Umgebungen.

Die Finanzierung der Jugendhilfe blieb ein zentrales Thema. Die Konferenz bekräftigte ihr Bekenntnis, Kürzungen bei bestehenden Programmen zu vermeiden, und setzte sich für höhere Investitionen in die Kinder- und Jugendhilfe ein. Zudem wurde über das Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität in der Kindertagesbetreuung diskutiert – hier einigte man sich auf die Notwendigkeit einer nachhaltigen Unterstützung.

Zum Abschluss der Veranstaltung dankte Hessens Ministerin Heike Hofmann den Teilnehmenden und übergab den Konferenzvorsitz offiziell an Niedersachsen, das im nächsten Jahr die Tagung ausrichten wird. Bundesfamilienministerin Karin Prien betonte in ihrer Rede die Bedeutung der fortgesetzten Unterstützung für junge Menschen in ganz Deutschland.

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Die Konferenz endete mit einem klaren Appell für mehr Investitionen in die Jugendhilfe und digitale Bildung. Die verabschiedete Resolution legt Prioritäten fest, um Kinder im Netz zu schützen und sicherzustellen, dass ihre Stimmen in politischen Entscheidungen Gehör finden. Niedersachsen übernimmt nun die Gastgeberschaft für das nächste Treffen im Jahr 2025.

Quelle